EIL: Maskenpflicht ab sofort für Grundschüler in Baden-Württemberg

Symbolbild

Karlsruhe-Insider (dpa/lsw) – Das Land Baden-Württemberg führt wegen steigender Corona-Infektionszahlen die Maskenpflicht an Grundschulen ein.

Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag in Stuttgart aus Regierungskreisen.


Die Grundschüler, die seit dieser Woche wieder im vollen Präsenzunterricht sind, sollen demnach im Schulgebäude eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

UPDATE 16:30 UHR

Das Land zieht wegen der Verbreitung der Corona-Mutante die Zügel wieder an – auch in den Schulen. Das Kultusministerium hatte sich noch gegen eine Maskenpflicht für Grundschüler gewehrt. Doch der Druck wurde zu groß.

Die Grundschüler, die seit dieser Woche wieder im vollen Präsenzunterricht sind, sollen demnach im Schulgebäude eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

An den weiterführenden Schulen in den 5. und 6. Klassen und Abschlussklassen besteht schon eine Maskenpflicht. Bisher sind offiziell nur Alltagsmasken vorgeschrieben, in der Praxis werden zumeist fast nur noch medizinische Mund-Nasen-Bedeckungen getragen.

Zuletzt hatten die Schulleiter-Vereinigung, der Städtetag und auch die Grünen im Landtag das Kultusministerium bedrängt, auch in Grundschulen die Maske verpflichtend zu machen. Es wurde argumentiert, dass sich Kinder insbesondere auch mit den nun schon
sehr verbreiteten, mutierten Viren anstecken würden.

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Wie die dpa weiter erfuhr, soll auf Druck der Grünen in den 5. und 6. Klassen auch wieder einen Wechsel aus Präsenz- und Fernunterricht möglich sein. Die Fünft- und Sechstklässler sind am vergangenen Montag nach monatelangem «home schooling» wieder in ihre Schulen zurückgekehrt.

Noch vor gut einer Woche hatte es um die Frage, ob in den Klassen die Abstandsregeln eingehalten werden müssen, heftigen Streit in der grün-schwarzen Koalition gegeben. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hatte die Forderung der Grünen abgelehnt, auch Wechselunterricht zuzulassen, wenn die Schulen den Abstand nicht gewährleisten können.

Stuttgart (dpa/lsw) – Baden-Württemberg hat angesichts der steigenden
Corona-Infektionszahlen im Land weiteren Lockerungen eine Absage
erteilt. Der für frühestens ab dem 22. März geplante Öffnungsschritt
werde zurückgestellt, teilte eine Sprecherin des Staatsministeriums
am Donnerstag mit. «Die aktuelle Lage ist derart dynamisch, dass wir
unsere Maßnahmen an diesem Infektionsgeschehen ausrichten müssen»,
teilte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) dazu mit.

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Der Öffnungsschritt, auf den sich Bund und Länder bei ihrer Konferenz
Anfang März geeinigt hatten, hätte weitere Lockerungen für Kreise mit
einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 oder zwischen 50 und 100
vorgesehen. Die für diesen Öffnungsschritt notwendigen stabilen
beziehungsweise rückläufigen Inzidenzen seien derzeit aber nicht in
Sicht, hieß es. «Die Tendenz zeigt leider in die falsche Richtung.
Auf dieser Grundlage sind weitere Öffnungen derzeit unrealistisch und
nicht sinnvoll», so Kretschmann. Die derzeit geltenden Corona-Regeln
sollen deshalb ab Montag angepasst werden. Eine neue Verordnung sei
in Arbeit.

UPDATE 18:00 UHR

Bei den Grundschulen wird nachjustiert. Schüler wie Lehrkräfte sollen ab Montag im Schulgebäude eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Die Grundschüler im Südwesten sind seit dieser Woche wieder im vollen Präsenzunterricht. An den weiterführenden Schulen in den 5. und 6. Klassen und Abschlussklassen besteht schon eine Maskenpflicht. Bisher sind offiziell nur Alltagsmasken vorgeschrieben, in der Praxis werden zumeist fast nur noch medizinische Mund-Nasen-Bedeckungen getragen.

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Die Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Monika Stein, begrüßte den Schritt. Die Maskenpflicht sei vernünftig und entspreche den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts, teilte sie am Donnerstag mit. Lehrkräfte, Kinder und ihre Familien würden so besser geschützt. Die Maskenpflicht ersetze aber nicht andere Schutzmaßnahmen wie Luftreinigungsgeräte und mehr Personal, damit kleinere Gruppen gebildet und Schulleitungen und Lehrkräfte entlastet werden könnten, betonte Steiner.

An den weiterführenden Schulen soll zudem ab der kommenden Woche wieder Wechselunterricht möglich sein, um so die Abstandsregeln umsetzen zu können, wie es vom Staatsministerium hieß. Die Fünft- und Sechstklässler sind am vergangenen Montag nach monatelangem «home schooling» wieder in ihre Schulen zurückgekehrt.

Noch vor gut einer Woche hatte es um die Frage, ob in den Klassen die Abstandsregeln eingehalten werden müssen, heftigen Streit in der grün-schwarzen Koalition gegeben. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hatte die Forderung der Grünen abgelehnt, auch Wechselunterricht zuzulassen, wenn die Schulen den Abstand nicht gewährleisten können.