Ein Fehler beim Ausmisten kann teuer werden – Papiere behalten

Eine nicht zu erkennende Frau holt einen schwarzen Ordner aus einem Schrank heraus. Links und rechts stehen weitere Ordner, die alle beschriftet sind.
Symbolbild © istockphoto/Andyborodaty

Beim Ausmisten sollte man genau darauf achten, was in den Müll wandert und was bleibt. Ein Fehler kann einen nämlich teuer zu stehen kommen. Bestimmte Papiere sollte man unbedingt behalten.

In vielen deutschen Haushalten herrscht gerade Neuanfangs- und Frühjahrsputzstimmung. Dazu gehört das Ausmisten, bei dem man alles radikal aussortiert, was nicht mehr benötigt wird. Doch ein Fehler kann richtig teuer werden, denn bestimmte Papiere sollte man unbedingt behalten.

Ran an Staub und Papiere: Auf diese Dinge sollte man unbedingt achten

Nicht selten geht bei vielen Menschen mit dem neuen Jahr auch ein Neubeginn im eigenen Haushalt einher. Sofern noch nicht geschehen, will man sich von alten Sachen befreien, um unbelastet das Jahr beginnen zu können. In nicht einmal mehr einem Monat steht der meteorologische Frühling in Deutschland vor der Tür. Damit beginnt erst recht die Motivation des von der Oma überlieferten Frühjahrsputzes. Da geht es auch gerne versteckten Winkeln und Ecken sowie Dachböden und Kellern an den Kragen.

Wer jetzt jedoch radikal aussortiert und alles in den Müll wirft, könnte Fehler machen, die er später bereut. So raten Experten dazu, saubere und sich noch in gutem Zustand befindliche Möbel, Gegenstände, Dekorationsartikel und andere Gebrauchsgegenstände auf ihren Wert zu überprüfen und weiterzuverkaufen. Bestimmte Möbel, Deko-Artikel und sogar Omas alte Koffer können ein Vermögen einbringen.

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Papiere unbedingt behalten: Diesen Fehler machen viele Menschen

Im Aufräumwahn geht es dann auch an die Ordner mit Papieren. Durch die Briefflut füllen sich diese schnell und nehmen sehr viel Platz weg. Die Papiere nun alle durch den Reißwolf zu schicken, ist jedoch ein großer Fehler. Während es bei den aktuellen Miet-, Strom-, Gas- und Telefonverträgen noch verständlich ist, neigen viele dazu, ältere Unterlagen einfach wegzuwerfen– getreu dem Motto: Was ich dieses Jahr nicht benötige, kann in den Papierkorb.

Doch genau das ist falsch und kann echtes Geld kosten. Und nicht nur das: Für bestimmte Belege gelten gesetzliche Aufbewahrungspflichten. Wer unter anderem Handwerker-Rechnungen besitzt, sollte diese mindestens zwei Jahre nach dem betroffenen Jahr aufheben. Dies soll Kontrollen zur Schwarzarbeit entgegenkommen. Auch Mietverträge sollten drei Jahre nach Ablauf des Mietvertrages noch aufgehoben werden. In dieser Zeit können die einzelnen Parteien nämlich noch Rechtsansprüche geltend machen. Und zu guter Letzt: die Steuerbescheinigungen. Diese sollte man laut Experten zehn Jahre aufbewahren. Bestimmte Zuschüsse zum Beispiel können aufgrund älterer Steuerbescheide vergeben werden.

(Quellen: VerbraucherService Bayern, Verbraucherzentralen, Informationen zu gesetzlichen Aufbewahrungsfristen)