
Wer so viel Gehalt hat, gilt in Deutschland als reich. Viele Menschen wissen es wahrscheinlich gar nicht, aber sie gehören zu den Besserverdienern in der Bundesrepublik – zumindest, wenn man den Experten Glauben schenken kann.
Viele Menschen in Deutschland fragen sich, ab welchem Einkommen man eigentlich als „reich“ gilt. Während manche glauben, dass dafür Millionen auf dem Konto nötig sind, zeigen aktuelle Auswertungen ein anderes Bild. Bereits ab einem bestimmten Gehalt gilt man statistisch als reich in Deutschland.
Mit so viel Geld ist man reich
Laut einer aktuellen Analyse von Experten gilt man bereits ab einem bestimmten Gehalt als reich in der Bundesrepublik. Und zwar dann, wenn man als alleinstehende Person etwa 5.780 Euro netto im Monat verdient. Bei einem derartigen Einkommen gehört man statistisch zu den reichsten rund vier Prozent der deutschen Bevölkerung. Die Berechnung basiert auf dem sogenannten Median-Einkommen. Als reich gilt dabei, wer mehr als 250 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung hat. Allerdings hängt die Grenze stark davon ab, wie viele Menschen in einem Haushalt leben. Deshalb gelten für Familien andere Werte als für Single-Haushalte.
Paare ohne Kinder gelten ab etwa 8.670 Euro netto im Monat als reich. Familien mit zwei Kindern hingegen erst bei rund 12.140 Euro netto im Monat. Je größer der Haushalt ist, desto höher liegt also die Grenze, wie viel Gehalt man benötigt, um statistisch zur Oberschicht zu gehören.
Große Unterschiede in der Bevölkerung
Die Mehrheit der Deutschen gehört dabei zur Mittelschicht. Für Alleinstehende liegt diese laut einer IW-Studie ungefähr zwischen 1.850 Euro und 3.470 Euro netto im Monat. Ein großer Teil der Bevölkerung Deutschlands befindet sich in dieser Einkommensspanne. Viele Menschen mit hohen Einkommen ordnen sich allerdings selbst weiterhin der Mittelschicht zu. Experten sprechen hier von einer sogenannten „subjektiven Wahrnehmung“. Trotz dieser Zahlen bleibt die Frage, was „reich sein“ eigentlich bedeutet.
Auch wenn man viel Gehalt bekommt, kann es Menschen mit weniger Einkommen geben, die „reicher“ sind. Denn Einkommen ist nur ein Teil des Gesamtvermögens. Immobilien, Aktien oder andere Ersparnisse können ebenfalls eine Rolle spielen.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Institut der deutschen Wirtschaft Köln, focus.de, wiwo.de)














