Einsparungen: ZDF und ARD schalten es endgültig ab

Das Hauptgebäude des Senders ARD. Die Fassade des Gebäudes zeigt den Schriftzug des öffentlich-rechtlichen Senders. Darin arbeiten die Mitarbeiter des Senders - in der Schaltzentrale.
Symbolbild © istockphoto/Sybille Reuter

Das Fernsehen steht vor einem Umbruch. Bei ARD und ZDF stehen weitreichende Änderungen an. Mit dieser grundlegenden Reform gehen drastische Schritte einher. Nicht alle Sender überstehen das wohl.

Immer wieder hört man den Unmut der Zuschauer, wenn es zum Beispiel um die GEZ-Gebühren geht. In den Diskussionen wird oft der Kritikpunkt laut, dass viele Zuschauer das Angebot der öffentlich-rechtlichen Sender gar nicht nutzen würden und dennoch die Gebühren zahlen müssten. Jetzt stehen bei ZDF und ARD einige Änderungen an.

ZDF und ARD mit großen Reformen – Streichung droht

Es sind massive bundesweite Einsparungen geplant, die ZDF und ARD betreffen. Es geht vor allem darum, die Zahl der Fernsehsender zu reduzieren. Die Vielfalt, die wir heute noch vorfinden, wird bald Geschichte sein. Auch andere multimediale Angebote wie Apps sollen eingeschränkt werden. So zumindest der Tenor offizieller Quellen und Interviews. Doch nicht die Sender ZDF und ARD selbst sind betroffen – einige andere Sender wird es dafür wohl relativ hart treffen.

Drastische Kürzungen stehen an – öffentlich-rechtliche Sender

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Einige Spartenkanäle von ZDF und ARD sollen vor der Abschaltung stehen. Das könnten unter anderem Tagesschau24, ZDF Neo, KiKa oder auch One sein. All diese Spartenkanäle sind den öffentlich-rechtlichen Sendern wohl auf Dauer zu teuer und zu aufwendig geworden. Drastische Sparmaßnahmen und Kürzungen stehen daher an. Bei den Radioprogrammen hat man den Rotstift wohl schon angesetzt und das Programmangebot im Hörfunk dramatisch reduziert. Diese Einsparungen machen nun auch vor den Fernsehsendern nicht halt.

Derzeit arbeiten die Bundesländer an einer grundlegenden Rundfunkreform. Mit dieser Reform soll der Forderung nach mehr Effizienz endlich Rechnung getragen werden. Im Kern geht es um die Grundstruktur des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Nur wenn sich ARD und ZDF effizienter aufstellen, kann Deutschland auf Dauer auch die Pressefreiheit bewahren. Bis Oktober sollen konkrete Vorschläge vorliegen. Im Kern geht es um einen konstruktiven Wandel, der sicherlich nicht von heute auf morgen passieren wird. Zielführender ist für viele ein Prozess hin zu einem transparenten, effektiv arbeitenden öffentlich-rechtlichen Rundfunk.