Ekel-Alarm am Badesee: Viele verdrecken einfach das Wasser

Ein Badesee mit einem Strandbad in Deutschland, in dem sich viele Gäste tummeln. Einige schwimmen im Wasser, andere liegen am Strand und sonnen sich.
Symbolbild © istockphoto/Sybille Reuter

Viele denken wohl über diese Aktion gar nicht nach und verdrecken einfach das Wasser. Dies ist jedoch nicht nur eklig, sondern kann auch ernste Folgen für den Badesee haben.

Die meisten Menschen haben dies wohl schon einmal getan und auch gar nicht weiter an die Konsequenzen gedacht. Doch genau die drohen den Badeseen, wenn viele einfach das Wasser verdrecken.

Viele tun es, keiner gibt es zu: Angewohnheit kann zu einem Problem werden

In der Sommerzeit mit den warmen Temperaturen haben Schwimm- und Freibäder wieder Hochsaison. Die Menschen tummeln sich in den Becken und auf den Liegen. Wer einmal einen Platz im übervollen Schwimmbecken ergattert hat, mag ihn eigentlich auch nicht wieder aufgeben. Dies führt oftmals dazu, dass man aus Faulheit und Bequemlichkeit das Becken nicht verlässt, wenn man den Druck auf der Blase verspürt. Unauffällig entleert man sich dann im Schwimmbecken. Das dem Schwimmwasser zugefügte Chlor sorgt dafür, dass keine Keime und Bakterien gedeihen können. Deshalb stört diese Angewohnheit nur, wenn man davon berichtet. Aber eigentlich wissen wir, dass viele genau das tun.

Während das Entleeren der Blase in einem Schwimmbecken oder im Meer kein Problem darstellt, gibt es jedoch Gewässer, in denen man dies nicht tun sollte. Sie können die Folgen des Wasserlassens der vielen Badegäste gar nicht auffangen. Die Folge: Das Wasser „kippt um“. Und das aus einem einfachen Grund.

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Viele verdrecken einfach das Wasser: „Hat für Badesee gewaltige Folgen“

In kleineren Gewässern und Badeseen kann das Urinieren ins Wasser jedoch zu einem echten Problem werden. Durch die Verbindung mit dem Wasser bildet sich Ammoniak. Ein Nährstoff, den die Algen sehr gerne haben. Sie können sich deutlich besser vermehren und sorgen dafür, dass sich der Sauerstoffgehalt im Wasser drastisch reduziert. Fische und andere Wasserlebewesen bekommen so keinen Sauerstoff mehr und gehen ein. Der Badesee „kippt um“.

Deshalb sollten Badegäste auf das Wasserlassen in kleineren Seen und Gewässern lieber verzichten, raten Experten. Damit schützt man nicht nur den See und seine Bewohner, sondern auch die anderen Badegäste. Denn seien wir mal ehrlich: Ins Wasser zu urinieren ist einfach nur eklig. In Reichweite gibt es in der Regel überall Toiletten.

(Quellen: Umweltbundesamt, NABU, Deutsche Gesellschaft für Limnologie)