Ekel-Keime: Nächste deutsche Region muss Trinkwasser abkochen

Aus einem silbernen Wasserhahn fließt braunes und verseuchtes Leitungswasser. Im Waschbecken zeigt sich ebenfalls eine schlammige Verfärbung des Trinkwassers, das wohl mit einer Substanz verschmutzt ist.
Symbolbild © istockphoto/KariHoglund

In letzter Zeit häufen sich die Meldungen über verschmutztes Leitungswasser. Nun kommt die nächste deutsche Region hinzu, in der die Bewohner das Trinkwasser wegen Verunreinigungen abkochen müssen.

Bei der Entnahme einer Probe hat sich herausgestellt, dass die nächste deutsche Region von einer Verschmutzung des Grundwassers betroffen ist. Die Menschen in der Gegend müssen daher das Trinkwasser vorübergehend abkochen.

Bürger besorgt: Fälle häufen sich in letzter Zeit

In den letzten Wochen haben wir von einigen Fällen berichtet, in denen das Trinkwasser in verschiedenen Regionen Deutschlands mit Keimen verseucht war. Doch nicht nur Fäkalkeime und E. coli-Bakterien wurden nachgewiesen. Auch chemische Stoffe erreichten in so manchem Gebiet bedenkliche Werte, sodass die örtlichen Behörden und Versorgungswerke unbedingt handeln mussten. Für die Belastung mit Keimen sind meistens Reparatur- oder Sanierungsarbeiten an den Abwasserrohren verantwortlich. Wenn chemische Zusätze ins Wasser gelangen, ist daran meistens die Industrie schuld. Die Menschen zeigen sich vielerorts besorgt, weil sich die Fälle derzeit häufen. Und man mag sich zu Recht fragen, wann es die eigene Region treffen wird. Das Alarmierende dabei: Bis eine Verseuchung bekannt wird, können einige Tage vergehen.

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Nächste Region muss Trinkwasser abkochen: Gebot noch nicht aufgehoben

Wurden Keime im Trinkwasser gefunden, wird nicht nur ein Abkochgebot durch das örtliche Gesundheitsamt ausgesprochen. Die Wasserwerke vor Ort müssen auch Maßnahmen in die Wege leiten, wenn die Proben noch einmal positiv ausfallen. Vor drei Tagen wiesen die Wissenschaftler im Grundwasser in Gachenbach und Aresing Fäkalkeime nach. Diese können Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall auslösen, wenn man das belastete Wasser trinkt.

Derzeit werden die Proben in Ingolstadt untersucht. Zeigen sich diese frei von Keimen, hebt das Gesundheitsamt das Abkochgebot auf und die Bewohner der Regionen können das Leitungswasser wieder bedenkenlos trinken oder für die Zubereitung von Speisen verwenden. Sind die Proben belastet, müssen die örtlichen Wasserwerke eine Chlorung in die Wege leiten und die Menschen das Wasser bis zur nächsten einwandfreien Probe weiterhin abkochen.