Elche breiten sich in Deutschland aus – So verhält man sich richtig

In einem Wald steht ein mittelgroßer Elch zwischen Bäumen und Sträuchern. Das Fell ist graubraun und die Größe des braunen Geweihs deutet auf einen männlichen Elch hin.
Symbolbild © istockphoto/Photosbypatrik

Sie sind seltene Gäste. Mittlerweile ist jedoch klar: Elche breiten sich wieder aus. Auch in Deutschland werden die faszinierenden Tiere gesichtet. Allerdings ist Vorsicht geboten, da echte Gefahr droht. 

Lange waren sie verschwunden. Nun kehren sie langsam zurück. Doch bei der Begegnung mit einem Elch ist nicht zu spaßen.

Elche breiten sich aus: Wo die Tiere zu finden sind

Die „sanften Riesen“, wie man sie hierzulande gern bezeichnet, sind vor allem in Nordamerika und Nordeuropa zu Hause. Elche leben bevorzugt in Nadelwäldern und dort, wo es kühl und feucht ist. Aber auch in Deutschland wird manchmal ein Elch gesichtet. Zwar ist nicht ganz genau bekannt, wie viele Exemplare es in Europa gibt. Schätzungsweise sollen es jedoch mindestens 440.000 Tiere sein. Nur ein kleiner Teil davon, vielleicht zehn bis 15 Tiere, hält sich hierzulande auf. Die meisten Elche bleiben nicht dauerhaft.

Was in Schweden selbstverständlich ist, wird in Deutschland allerdings unterschätzt ‒ und das ist die Gefahr, die von den faszinierenden Lebewesen ausgeht. Das Körpergewicht kann je nach Art und Geschlecht 700 bis 800 Kilogramm betragen. Wenn es zu einem Unfall mit dem Auto kommt, stirbt oft nicht nur das Tier. Manchmal überleben auch die Insassen nicht. Weil die Elchpopulation in Polen gewachsen ist, sind einige der Exemplare mittlerweile auch wieder in Sachsen oder Brandenburg zu sehen. Zudem werden Elche in Bayern gesichtet.

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Begegnung mit einem Elch: Das ist zu tun

Ob auf der Straße oder im Wald: Wer einem Elch begegnet, sollte keinesfalls hektisch reagieren, denn dies provoziert Aggressionen bei den eigentlich scheuen Tieren. Sie fühlen sich bedroht, die Körpersprache verrät es. Es wird beispielsweise gestampft oder gescharrt. Außerdem schnaubt ein Elch laut, sobald Gefahr naht. Die Ohren legt der Elch an, wenn er ein Risiko wittert.

Wer zu Fuß unterwegs ist, sollte sich ruhig, behutsam und langsam entfernen und dabei plötzliche Bewegungen vermeiden. Sonst kann es schnell passieren, dass die Tiere angreifen. Im Straßenverkehr ist es wichtig, das Auto zu stoppen, möglichst auszuweichen und nicht zu hupen, während der Elch die Straße überquert. Zudem sollte man die Begegnung bei der zuständigen Landwirtschafts- oder Umweltbehörde melden, bei Unfällen immer auch der Polizei.