Elektroschock statt Schuss: Tests in Baden-Württemberg gefordert

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Karlsruhe-Insider (dpa/lsw) – Die CDU Baden-Württemberg und die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) drängen darauf, die Ausrüstung der Polizeistreifen im Land mit sogenannten Tasern erproben zu lassen.

Die Einführung von Distanz-Elektroimpuls-Geräten müsse geprüft werden, heißt es in einem gemeinsamen sicherheitspolitischen Positionspapier von CDU und DPolG, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und in das Programm der CDU für die Landtagswahl münden soll.


In dem Papier wird unter anderem auch eine verstärkte Videoüberwachung sowie eine höhere Mindeststrafe bei Angriffen auf Polizisten gefordert.

Rheinland-Pfalz hatte die Taser Ende 2018 als erstes Bundesland eingeführt. Inzwischen sind die Elektroschockpistolen in mehreren Ländern im Einsatz, teilweise in der Testphase. Damit sollen Polizisten einen Angreifer auf Distanz halten können – ohne das Risiko einer tödlichen Verletzung wie bei der Schusswaffe.

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Aus einer Distanz von zwei bis fünf Metern schießt der Polizist mit Draht verbundene Pfeile ab. Für den Betroffenen ist das schmerzhaft. Der Pfeil dringt einen Zentimeter tief in die Haut und gibt einen Stromimpuls ab. Der Strom wirkt sich auf Nerven und Muskeln aus, was für einige Sekunden völlige Handlungsunfähigkeit bewirkt.