Ende: Deutsches Nachbarland führt Silvesterfeuerwerk-Verbot ein

Silvester am Meer bietet eine einzigartige Atmosphäre, bei der das Rauschen der Wellen und das Funkeln des Feuerwerks am Horizont miteinander verschmelzen. Viele Menschen suchen Küstenorte auf, um das alte Jahr mit einem Spaziergang am Strand zu verabschieden und das neue Jahr mit Blick auf die unendliche Weite des Meeres zu begrüßen.
Symbolbild © istockphoto/Stefan Lambauer

Fast überall auf der Welt wird der Jahreswechsel farbenfroh und laut begangen. Ein Nachbarland der Bundesrepublik führt nun jedoch ein Silvesterfeuerwerk-Verbot ein, das zumindest die private Knallerei unterbinden soll.

Ein letztes Mal eigens ein Feuerwerk zünden – für ein deutsches Nachbarland ist dies jetzt Realität. Dort greift ab diesem Jahr nämlich ein Verbot für privates Silvesterfeuerwerk.

Das Aus für das private Silvesterfeuerwerk

Die Regierung in den Niederlanden hat kurz vor dem Jahreswechsel ein Silvesterfeuerwerk-Verbot verabschiedet. Das Verbot gilt sowohl für den Verkauf als auch das private Abfeuern von Raketen und Böllern. Es soll vor allem für mehr Sicherheit sorgen und die niederländischen Einsatzkräfte künftig entlasten. Feuerwehr, Polizei und Krankenhäuser haben in der Silvesternacht sehr viel mehr zu tun als üblich und kommen kaum hinterher. Auch Umwelt- und Tierschutz sind zentrale Punkte beim Vorstoß des Gesetzes.

Doch gilt es noch, Einzelheiten zu klären und Gesetzeslücken zu schließen. Derzeit fahren die Niederländer einfach über die Grenzen nach Deutschland oder Belgien und kaufen dort alles für ihr Silvesterfeuerwerk ein. Besonders problematisch: In Belgien kann man das ganze Jahr über Böller, Raketen und Batterien kaufen. Demnach sollen vermehrt Grenzkontrollen stattfinden, um den illegalen Erwerb zu unterbinden. Zudem soll es möglich sein, unter strikten Voraussetzungen einen Antrag auf Privatfeuerwerk zu stellen. Diese Ausnahme gilt allerdings nur für Vereine. Für das Abfeuern von maximal 200 Kilogramm Feuerwerk müssen im Vorfeld ein volljähriger Supervisor und bis zu acht Zündmeister (mindestens 16 Jahre alt) bestimmt werden.

Lesen Sie auch
Merz sicher: Bürger in Deutschland sollen bald noch mehr arbeiten

Silvesterfeuerwerk-Verbot – Pro und Contra

Auch in Deutschland kommt vor jedem Silvester die Debatte um ein Böllerverbot erneut ins Rollen. Und mit jedem Jahr findet es unter den Bürgern mehr Zuspruch. Laut einer aktuellen Umfrage des MDR sind 61 Prozent der Menschen für ein Verbot von privatem Feuerwerk. 2023 waren es lediglich 45 Prozent. Doch gibt es nach wie vor Befürworter der Knallerei. Ihnen gehe es vor allem um den Erhalt von Tradition, die Freude am Feuerwerk selbst sowie die persönliche Freiheit.

Jene, die sich für ein Verbot aussprechen, argumentieren mit dem Schutz der Umwelt und der Tiere. Verschiedene Untersuchungen belegen, dass die Silvesternacht etwa 1.500 Tonnen Feinstaub mit sich bringt. Verletzungen bei Menschen und Tieren können mit einem Verbot ebenfalls minimiert werden – ganz zu schweigen vom Lärmpegel und von Todesfällen. Auch gebe es deutlich weniger Brände und Müll.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, dpa, niederländische Behörden)