Energieversorger: Eine der größten Biogasanlagen nun insolvent

Eine Biogasanlage. Im Vordergrund ist eine Wiese mit hohem Gras zu sehen. Im Hintergrund stehen kuppelförmige Fermenter, Rohrleitungen und Schornsteine. Daneben steht eine weitere Anlage. Am Himmel sind weiße Wolken sichtbar.
Symbolbild © imago/Panthermedia

In Zeiten der Energiewende sind Versorger vor Krisen nicht geschützt. Der Betreiber einer der größten Biogasanlagen ist nun insolvent. Ausgerechnet ein Kurort fällt der Schieflage wohl zum Opfer. 

Die Insolvenzzahlen in Deutschland steigen. Jetzt der nächste Fall: Auch dieses Unternehmen steckt in einer Krise fest. Dabei handelt es sich um einen bedeutenden Bio-Energieversorger.

Versorger rutscht in die Insolvenz ‒ eine der größten Biogasanlagen betroffen

Klimaschädliche Brennstoffe setzen der Erde zu. Der Großteil der CO₂-Emissionen ist eindeutig auf fossile Stoffe wie Erdgas zurückzuführen. Bei der Energiewende in Deutschland spielt Biogas deshalb eine wichtige Rolle. Die Energiequelle wird als klimafreundlich eingestuft. Zudem hängt die Versorgung nicht vom Wetter ab, denn das Gas kann kontinuierlich erzeugt und bei Bedarf eingesetzt werden. Das bedeutet, dass wind- und sonnenarme Phasen kein wesentliches Problem darstellen. Allerdings führen die Unsicherheiten auf dem Biogasmarkt immer wieder zu Herausforderungen.

Nun ist ein Bio-Energieversorger von einer Insolvenz betroffen. Damit gehört das Unternehmen offiziell zu den zahlreichen Betrieben in Deutschland, die sich in einer finanziellen Krise befinden. Doch damit nicht genug: Schon in der ersten Jahreshälfte 2025 wurden deutlich mehr Unternehmensinsolvenzen als noch vor einem Jahr dokumentiert. Im August 2025 waren es im Vergleich zum Vorjahresmonat 11,6 Prozent mehr Fälle, so das Statistische Bundesamt. Experten stufen die wirtschaftliche Entwicklung als insgesamt kritisch ein.

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Sorge um Zukunft: So geht es jetzt weiter 

Weil die Naturenergie Isny GmbH insolvent ist, ist auch der Kurort Isny im Allgäu betroffen. Ungefähr 17 Prozent der Energie sollen aus der Biogasanlage des Betriebs stammen, der in Baden-Württemberg als größter Versorger seiner Art gilt. Als Grund für die drastische Entscheidung gibt der Geschäftsführer die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen an. Bisher ist es zwar noch nicht zu einem Stillstand gekommen, doch ausgeschlossen ist dieser wohl nicht. Allerdings sei man gewappnet und könne auf andere Kanäle als Alternative zurückgreifen. Vorerst muss sich die Stadt im Landkreis Ravensburg deshalb offenbar keine Sorgen um die Versorgung machen. Unklar bleibt, wie es um den langfristigen Fortbestand des Standorts steht. Man wolle nun mögliche Lösungen bewerten.