Entlassungswelle: Deutscher Hersteller entlässt jeden 5. Mitarbeiter

Auf einem Kündigungsschreiben eines Arbeitgebers liegt ein blauer Kugelschreiber. Ein deutscher Hersteller entlässt jetzt Hunderte Mitarbeiter und löst damit eine wahre Entlassungswelle aus.
Symbolbild © imago/Zoonar

Ein deutscher Hersteller entlässt nun jeden 5. Mitarbeiter und stößt damit eine wahre Entlassungswelle an. Für die Angestellten ist dies ein harter Schlag. Hunderte Arbeiter müssen sich einen neuen Job suchen.

Wir kennen das Unternehmen aus der Werbung, wo es mit einem Produkt wirbt, das jeder von uns braucht. Wir benutzen es einige Jahre und müssen es dann ersetzen. Umso verwunderlicher ist da die Nachricht, dass dieser deutsche Hersteller nun jeden fünften Mitarbeiter entlässt.

Deutscher Hersteller bei Kunden beliebt und bekannt

Jeder kennt die Werbung aus dem Fernsehen, in der zwei Männer auf jeweils einer Matratze liegen und sich über die Qualität austauschen. Letztere bescheinigen viele Kunden. Die Produkte sind beliebt und werden regelmäßig gekauft. Ein weiterer Pluspunkt schien das Versprechen, das Produkt nach 100 Tagen wieder zurückzunehmen, wenn der Kunde nicht damit zufrieden sein sollte. Doch in letzter Zeit häuften sich die Beschwerden der Kunden, dass die Retouren nicht laufen würden und der Kundenservice einfach nicht erreichbar sei.

Deutscher Hersteller entlässt Hunderte Mitarbeiter

Umso verwunderlicher scheint nun die Nachricht, dass der deutsche Hersteller jetzt 200 Mitarbeiter entlässt. Dies betrifft knapp 20 Prozent der Belegschaft, womit jeder fünfte Mitarbeiter seine Stelle verliert. Doch laut CEO Dennis Schmoltzi bleibe Emma einfach keine andere Wahl. Zum einen müsse man auf die veränderten Marktbedingungen reagieren. Seit vielen Jahren würden die Kunden nicht mehr so viel Geld für Matratzen, Kissen und anderes hochwertiges Schlafzubehör ausgeben. Deswegen rechne man in diesem Jahr mit keinem Wachstum und müsse daher auch den Betrieb an die neuen Bedingungen anpassen.

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Zudem seien neue Systeme eingeführt worden, die Emma in den Bereichen operativer Geschäftsbetrieb und Finanzen unterstützen sollten. Hier habe es jedoch Probleme gegeben. Wie genau diese aussehen, hat der CEO nicht verraten, sprach aber von einer komplexeren Umstellung als gedacht. Auch mit den Beschwerden der Kunden muss das Unternehmen umgehen. In den sozialen Medien existieren Gruppen mit Tausenden Mitgliedern, die angeben, ihre Waren erst nach Monaten erhalten zu haben. Zudem hätten sie den Kundenservice nicht erreichen können und auch ihre Retouren seien nicht bearbeitet worden.