Entscheidung gefallen um Maskenpflicht im Unterricht in Baden-Württemberg

Symbolbild

Karlsruhe-Insider (dpa/lsw) – Auch nach den Sommerferien wird es in baden-württembergischen Schulen keine Maskenpflicht im Klassenraum geben.

«Ich halte aus pädagogischen Gründen wenig von einer Maskenpflicht im Unterricht», sagte Kultusministerin Susanne Eisenmann der dpa. Gerade im Unterricht sei es wichtig, klar
kommunizieren zu können. «Stellen Sie sich zum Beispiel mal den Französischunterricht mit Maske vor, das ist schon schwierig», sagte die CDU-Politikerin.


Es gebe allerdings nach den Sommerferien ab Klasse fünf und an den weiterführenden Schulen eine Maskenpflicht auf den sogenannten Begegnungsflächen wie den Schulfluren, der Aula und den Toiletten. «Freiwillig darf natürlich jeder eine Maske auch im Unterricht tragen – Schüler wie Lehrer», sagte Eisenmann. An Grundschulen seien Masken auch nach den Ferien nicht vorgeschrieben.

Eisenmann schließt allerdings nicht aus, dass die Pflicht zum Mund-Nase-Schutz an Schulen auch in den Unterrichtsstunden eingeführt werden muss, wenn die Infektionszahlen weiter steigen. Es könne auch bei einem lokalen Corona-Hotspot die Maskenpflicht im Schulunterricht angeordnet werden.

Nordrhein-Westfalen hat als bisher einziges Bundesland eine Maskenpflicht auch im Unterricht angekündigt. Im bevölkerungsreichsten Land beginnt das neue Schuljahr am kommenden Mittwoch. In Baden-Württemberg geht die Schule erst am 14. September wieder los.

Sozialminister Manne Lucha (Grüne) ist zwar kein Freund der Maskenpflicht im Klassenraum, allerdings schließt er eine Pflicht nicht aus: Gebe es Hinweise, dass durch den Unterricht ohne Maske die Zahl an Infektionen steige, müsse man über eine Maskenpflicht nachdenken, sagte er der «Südwestpresse» (Freitag). «Unterricht mit Maske ist immer noch besser als gar kein Unterricht.»