Erdbeben: Diese deutschen Regionen sind besonders gefährdet

Auf einem Blatt Papier sind schwarze Linien zu sehen, die ein Erdbeben messen. Die schwarzen Linien zeigen, wie stark das Erdbeben ist.
Symbolbild © istockphoto/Petrovich9

Deutschland erlebt regelmäßig Erdbeben – auch wenn viele Menschen das kaum wahrnehmen. Jährlich messen Fachleute mehrere hundert Erschütterungen. Die meisten bleiben schwach, doch einige Regionen weisen ein deutlich höheres Risiko auf als andere.

Für viele steigt die Angst, denn einige deutsche Regionen sind besonders von Erdbeben gefährdet. Die aktuellen Zahlen machen vielen Bürgern große Sorgen, sie fürchten um ihr Hab und Gut sowie um ihre Sicherheit.

Experten warnen: Deutsche Regionen sind besonders von Erdbeben gefährdet

An der Spitze steht der Oberrheingraben. Zwischen Basel, Karlsruhe und Mannheim bauen sich Spannungen in der Erdkruste auf, die sich immer wieder entladen. Dort registrieren Messstationen regelmäßig spürbare Beben. Auch im Rheinland, besonders im Raum Köln und Aachen, steigt die seismische Aktivität. Das historische Beben von 1756 bei Düren zeigt, welches Potenzial in dieser Region steckt.

In Süddeutschland rückt die Schwäbische Alb in den Fokus. Die komplexe geologische Struktur sorgt dort für wiederkehrende Erdstöße. Gleiches gilt für den Bodenseeraum und das bayerische Alpenvorland. Meist erreichen die Beben moderate Stärken, doch in dicht besiedelten Gebieten erhöhen selbst mittlere Magnituden das Schadensrisiko.

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Bestimmte Regionen gehören zu den Hotspots für Erdbeben

Eine Sonderrolle nimmt das Vogtland ein. Dort treten regelmäßig sogenannte Schwarmbeben auf – viele kleine Erschütterungen innerhalb weniger Tage oder Wochen. Diese Serien verunsichern Anwohner, verursachen aber in der Regel keine größeren Schäden. Nord- und Ostdeutschland verzeichnen deutlich weniger Aktivität. Das Risiko bleibt hier gering. Dennoch schließen Experten stärkere Ereignisse grundsätzlich nicht aus.

Aktuelle Gefährdungskarten bestätigen: Deutschland gehört nicht zu den Hochrisikoländern, doch bestimmte Zonen im Westen und Süden gelten als klare Hotspots. Behörden passen Bauvorschriften und Katastrophenschutzpläne entsprechend an. Wer in diesen Regionen lebt, muss keine Angst haben – sollte das Restrisiko jedoch kennen. Völlig frei von Erdbeben ist Deutschland demzufolge nicht. Doch im Vergleich mit anderen Ländern sind die Beben hier nicht lebensbedrohlich.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Helmholtz-Gemeinschaft, Geologischer Dienst NRW, dpa)