Erhöhung: 8-Stunden-Arbeitstag soll endgültig abgeschafft werden

Bundeskanzler Friedrich Merz und Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas sitzen bei einer Pressekonferenz vor einem blauen Hintergrund. Der Kanzler schaut in seine Unterlagen, während die Arbeitsministerin etwas notiert. Auf dem Tisch steht ein Glas Wasser.
Symbolbild © imago/dts Nachrichtenagentur

Die ersten Proteste dürften bereits in den Startlöchern stehen, denn die derzeitige Bundesregierung will den 8-Stunden-Arbeitstag endgültig abschaffen. Damit dürften sich die Arbeitsbedingungen für viele Menschen deutlich verschlechtern.

Wenn diese Regelung tatsächlich alle Hürden nimmt, dürfte die Arbeit für viele Menschen ein hartes Brot werden. Denn die Bundesregierung will den 8-Stunden-Arbeitstag endgültig abschaffen.

Bürger laufen Sturm: „Das darf einfach nicht passieren!“

Bislang schützt das Gesetz die Menschen, wenn es um ihre Arbeitszeit geht. So darf diese acht Stunden pro Tag nicht überschreiten. Bis zu zehn Stunden dürfen Arbeitgeber verlangen, wenn danach ein entsprechender Ausgleich erfolgt. In einigen Branchen gelten sogar Arbeitszeiten von zwölf Stunden. Allerdings müssen die Unternehmen auch hier auf einen entsprechenden Ausgleich achten. Beispielsweise können diese sogenannten Langschichten in einem Hafen durchaus üblich sein, sind über einen längeren Zeitraum jedoch nicht erlaubt.

Nun will die Bundesregierung, unter dem Deckmantel der Flexibilität und der Steigerung der Arbeitskraft, diese tägliche Höchstarbeitszeit abschaffen. Stattdessen soll es eine wöchentliche Höchstgrenze geben. Damit sollen die Unternehmen flexibler werden und entsprechend auf die Bedürfnisse vor Ort eingehen können. Die ersten Bürger laufen jedoch bereits Sturm, denn sie arbeiten auch mit den gesetzlichen Vorgaben schon längst am Limit.

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8-Stunden-Arbeitstag soll endgültig abgeschafft werden: Gewerkschaften und Bürger schlagen Alarm

Was auf den ersten Blick vielleicht nicht so schlecht erscheint, hat gerade für bestimmte Branchen erhebliche Nachteile. Die Arbeitszeit soll in Zukunft 48 Stunden in der Woche nicht überschreiten dürfen. Damit können Arbeitgeber ohne das Androhen von Konsequenzen die Stundenanzahl der Arbeitnehmer pro Tag auf dreizehn Stunden ausdehnen.

Damit geraten bestimmte Arbeitnehmer noch mehr in die Krise. Diejenigen, die in der Pflege, in der Gastronomie oder im Tourismus-Gewerbe arbeiten, kommen jetzt schon jeden Tag körperlich und psychisch an ihre Grenzen. So weisen die Gewerkschaften darauf hin, dass viele Menschen, die zum Beispiel als Kellner arbeiten, jetzt schon kaum das Rentenalter erreichen. Auch die Menschen sind entsetzt. Die ersten haben bereits zu Protesten aufgerufen – sie wollen sich dies nicht gefallen lassen. Während die Unternehmen über dieses Vorhaben jubeln, befürchten viele, dass man den arbeitenden Menschen weitere Rechte am Arbeitsplatz nimmt.

(Quellen: Spiegel, Tagesschau, NGG, dpa, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)