
Die Erhöhungen der Krankenkassen-Beiträge spüren viele Menschen sehr deutlich und nun stehen diese zudem kurz vor der Explosion. Ein Experte geht an die Öffentlichkeit und spricht das aus, was alle bereits denken.
Preise für Lebensmittel, die Miete, den Strom und sogar fürs Tanken sind in den vergangenen Wochen und Monaten angestiegen. Auch die Krankenkassen-Beiträge wurden angezogen und stehen kurz vor einer Explosion. Ein Experte sieht dringenden Handlungsbedarf.
Krankenkassen erhöhen weiterhin Beiträge – „Können die Menschen bald nicht mehr bezahlen“
Derzeit liegen die Beitragssätze der gesetzlichen Krankenkassen bei 14,9 Prozent. Die Zusatzbeiträge können sie selbst festlegen. Dieser liegt derzeit bei höchstens 2,9 Prozent. Der Grundbetrag wird jeweils von Arbeitnehmer und Arbeitgeber zur Hälfte getragen. Immer mehr Arbeitnehmer ächzen unter den gestiegenen Beiträgen, denn ihnen bleibt immer weniger Netto vom Brutto. Zudem soll es nächstes Jahr keineswegs besser werden. Im Gegenteil: Die Krankenkassen haben die Versicherten bereits darauf vorbereitet, dass die Beitragssätze weiter steigen werden, denn die Kosten würden ja ebenfalls steigen. Ansonsten könne man die Leistungen, welche die Versicherten gewohnt sind, nicht mehr anbieten. Doch schon jetzt sind die Kosten vielen Menschen zu hoch.
Krankenkassen-Beiträge stehen vor Explosion: Experte ruft zum Eingreifen auf
Schon im nächsten Jahr könnte der Zusatzbeitrag auf über drei Prozent steigen. Vor dieser Entwicklung warnt der neue GKV-Vorsitzende Oliver Blatt. Er fordert in erster Linie die Politik dazu auf, endlich zu handeln. Unter anderem wirft er Bundeskanzler Merz vor, das Thema Gesundheit wie ein C-Thema zu behandeln und die notwendigen Maßnahmen vor sich herzuschieben. Von dem von Merz angekündigten „Herbst der Sozialreformen“ spüre er nichts.
Um die Kostenexplosionen zu vermeiden, gibt es zahlreiche Vorschläge, die für den Vorsitzenden jedoch aus Gründen der Solidarität nicht infrage kommen. Ein Vorschlag, Beiträge zurückzuerstatten, wenn jemand in einem Quartal nicht zum Arzt geht, sieht er als vollkommen indiskutabel an. Dies würde schwer und chronisch kranke Menschen benachteiligen, die zum Arzt müssten. Auch die Einteilung in bestimmte Risikogruppen sieht er nicht als zielführend, da Verletzungen von Fußballern häufiger vorkommen würden als ein Unfall beim Paragleiten. Er bleibt dabei, dass die Krankenversicherung solidarisch bleiben müsse und fordert nun die Politik auf, endlich zu handeln.














