Erste Maßnahmen: Drohender Virus-Ausbruch in deutschem Zoo

Der verschlossene Eingang eines Tiergartens, vor dem ein Schild mit einem Warnhinweis steht. Das historische Tor wird von Löwe und Tiger bewacht. Im Hintergrund sind viele Bäume zu sehen.
Symbolbild © imago/Ardan Fuessmann

Nun treffen die Menschen erste Maßnahmen. Ein drohender Virus-Ausbruch sorgt für Alarmbereitschaft in den deutschen Zoos. Viele haben Angst vor der Gefahr und wollen sich so gut wie möglich schützen.

Ein drohender Virus-Ausbruch versetzt die Menschen in erhöhte Alarmbereitschaft. In einem deutschen Zoo sind aktuell sowohl Tierpfleger, Veterinärbehörden als auch die Besucher besonders vorsichtig. Man ergreift erste Maßnahmen.

In einem deutschen Zoo: Angst vor Krankheit

Ein drohender Virus-Ausbruch im Zoo in Osnabrück bringt große Sorgen mit sich. Denn in einem Vogelgehege hat man einen Nandu – ein großer flugunfähiger Laufvogel aus Südamerika – tot aufgefunden. Erste vorsichtige Untersuchungen deuten dabei auf die Infektion mit dem gefürchteten Vogelgrippe-Virus hin. Bei diesem Virus handelt es sich um eine hochansteckende aviäre Influenza. Derzeit laufen weitere Analysen des Friedrich-Loeffler-Instituts, die den Verdacht endgültig bestätigen sollen.

Um dem drohenden Virus-Ausbruch vorzubeugen, hat man bereits alle Nandus in demselben Gehege eingeschläfert und fachgerecht entsorgt. So will man verhindern, dass sich das Virus verbreitet. Zudem versiegelte das Team des Zoos das betroffene Areal und desinfizierte es gründlich. Ausgewählte Wege vor den Volieren sind für Besucher zudem abgesperrt. Doch bleibt der Zoo weiterhin geöffnet, allerdings mit einigen Einschränkungen im Bereich der Vögel.

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Experten warnen: „Maßnahmen einhalten!“

Der drohende Virus-Ausbruch im Osnabrücker Zoo reiht sich ein in eine Reihe von Meldungen zur Vogelgrippe in ganz Deutschland. Erst vor wenigen Tagen hat man im Weltvogelpark Walsrode einen Ausbruch der Grippe in der Meeresvogel-Voliere bestätigt. Hier verendeten plötzlich mehrere Enten und Gänse und man hat das Virus an ihnen nachgewiesen.

Bereits seit Oktober des Jahres 2020 nimmt die Ausbreitung des Virus in Deutschland immer weiter zu. Die Erreger werden oft von Zugvögeln eingeschleppt und verteilen sich schnell über mehrere große Gebiete. Bei einem drohenden Virus-Ausbruch müssen Tierhalter, Tierparks und Zoos besonders strenge Auflagen erfüllen. Dazu zählt auch das Töten infizierter oder gefährdeter Tiere. Die EU-Tierseuchenvorschriften sehen für aviäre Influenza im Falle eines bestätigten Ausbruchs vor, dass alle Tiere der betroffenen Arten im Betrieb so schnell wie möglich gekeult werden. Im Fall des Zoos in Berlin kam es hier 2022 sogar zu einer vorübergehenden Schließung.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, NDR 1 Niedersachsen, Zoo Osnabrück)