Erste Sperrgebiete: Afrikanische Schweinepest breitet sich nun aus

Auf einem weißen Schild wird mitten in der Natur vor der Ausbreitung der Schweinepest gewarnt. Besucher werden auf dem Hinweisschild über die Seuche informiert.
Symbolbild © imago/ / Hohlfeld

Jetzt wird es ernst: Die Afrikanische Schweinepest breitet sich rasant aus, und nun gibt es die ersten Sperrgebiete. Bürgen sollen sich an neue Vorschriften halten, um Schlimmeres zu verhindern.

Weil die afrikanische Schweinepest sich aktuell rasant in diesem Gebiet in Deutschland ausbreitet, gelten besondere Maßnahmen. Wer hier lebt, muss die Einschränkungen kennen.

Achtung: Die Krankheit ist extrem ansteckend für die Tiere

Seit 2014 breitet sich die afrikanische Schweinepest auch in Europa aus. Immer wieder gibt es Schlagzeilen von infizierten Tieren. Der unter ASP bekannte Virus ist für den Menschen selbst zwar nicht gefährlich, da er nicht übertragbar ist. Weder vor Berührungen mit infizierten Tieren noch vor dem Verzehr von Schweinefleisch müssen die Deutschen Angst haben. Allerdings kann die Viruserkrankung sowohl Hausschweine als auch Wildschweine befallen. Für die Tiere ist die Ausbreitung demnach extrem gefährlich und muss eingedämmt werden.

Nicht zuletzt ist das auch im Interesse der Mastbetriebe, da hohe finanzielle Risiken für die Inhaber mit der Ausbreitung einhergehen. Nachdem es in den letzten Jahren unter anderem immer mal wieder Fälle in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen gab, schlägt jetzt der Landkreis Olpe Alarm. Scheinbar breitet sich die afrikanische Schweinepest seit Juni 2025 wieder in der Gegend aus. Die Behörden leiten deshalb nun entsprechende Schutzmaßnahmen ein.

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Bürger sollen helfen: unbedingt melden

Im Ort Oberhundem wurde im Juni ein infiziertes Wildschwein entdeckt. Daraufhin haben die Verantwortlichen die entsprechende Stelle sofort zum Kernort erklärt und zwei weitere Sperrzonen errichtet. Ziel ist es, die Tiere sowie schweinehaltende Betriebe der Region zu schützen. Damit die afrikanische Schweinepest sich hier nicht weiter ausbreitet, ist den Bürgern das Betreten der Wälder und Flächen innerhalb der Sperrzone II strikt untersagt. Einwohner können sich die Zonen auf einer interaktiven Karte der Webseite des Landkreises ansehen.

Wer unterwegs ein totes oder krankes Schwein entdeckt, wird gebeten, den Fund umgehend beim zuständigen Veterinäramt zu melden und den Kontakt um jeden Preis zu vermeiden. Wer Berührungspunkte nicht vermeiden konnte, soll alle seine Anziehsachen dringend bei 60°C waschen, um eine Verschleppung der Seuche zu vermeiden. Außerdem empfehlen Experten Desinfektionsmittel. Einen Impfstoff für die Tiere gibt es bislang nicht, weshalb Vorsicht geboten ist. Schweinehalter müssen dabei beachten, dass der Erreger extrem resistent gegenüber Umwelteinflüssen ist und auch tote Tierkörper über Monate hin eine Infektionsgefahr darstellen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Angaben des Kreises Olpe, Informationen der Kreisverwaltung Olpe, WESTFALENPOST)