Ersten Sparkassen mit Maßnahme: Keine Bargeldabhebung möglich

Eine Sparkassenfiliale von außen.
Symbolbild © istockphoto/Wirestock

Sparkassenkunden müssen sich zukünftig auf einige Veränderungen einstellen. Unter anderem werden bald keine Bargeldabhebungen mehr möglich sein.

Auch im Jahr 2022 lieben die Deutschen ihr Bargeld. In vielen Restaurants und vor allem kleinen Läden und Kiosken heißt es noch immer: Kartenzahlung erst ab 10 Euro möglich. Gut, wenn man da die Bank-Filiale seines Vertrauens direkt um die Ecke hat. Allerdings kann es passieren, dass genau das bald nicht mehr funktioniert. An einigen Bankautomaten ist nämlich keine Bargeldabhebung mehr möglich.

Gesperrte Bankautomaten

Allen vorneweg kündigen inzwischen die Volksbank und die Sparkassen an, in der Nacht ihre Automaten abzuschalten. Ganz besonders betroffen davon sind die Bankautomaten in eher ländlichen Regionen. Hier ist inzwischen oft von 23 Uhr bis 6 Uhr keine Bargeldabhebung mehr möglich. Je nachdem, ob es sich dabei um eine Filiale handelt oder um einen Bankautomaten werden beide in dieser Zeit für den Kundenverkehr gesperrt.

Keine Bargeldabhebung möglich: Das ist der Grund

Der Grund für diese Sperrungen der Bankautomaten zu so einer späten Stunde ist eine Zunahme von kriminellen Energien durch sogenannte Bankautomatensprengungen. Allein in dem Jahr 2021 wurden in ganz Deutschland über 390 Fälle bei der Polizei registriert. In dem Jahr davor waren es lediglich 111 Sprengungen. Im schlimmsten Fall gelingt es den Tätern zwischen 50.000 bis 100.000 Euro je Automat zu erbeuten. Manchmal werden dabei sogar unbeteiligte dritte Personen schwer verletzt.

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Banken kündigen Maßnahmen an

Bereits in dem Jahr 2022 hat der Bundesverband deutscher Banken aus diesem Grund entsprechende Gegenmaßnahmen bekannt gegeben. Eine der wichtigsten Bekanntmachungen lautete: Keine Bargeldabhebungen mehr möglich zu machen – zumindest in den späten Abendstunden und der Nacht. Aber auch die Schließungen von Geldautomaten sollten nun stark zunehmen. Hiervon besonders stark betroffen sollen die ländlichen Regionen sein.

Johannes Beermann, der 2022 Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank war, erklärte dazu in den Medien, dass die Bankkunden und die Geldautomaten durch diese Maßnahmen besser geschützt werden sollen.