Erstmalig: Erste Großstadt will Sonderrechte für Radfahrer einführen

Radfahrer im Herbst in einer Stadt.
Symbolbild © istockphoto/We-Ge

Diese Idee könnte für Fahrradfahrer eine Veränderung bedeuten. Eine erste Großstadt will jetzt Sonderrechte für Radfahrer einführen. Dies soll für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen.

Eine deutsche Großstadt will nun Sonderrechte für Radfahrer einführen und so für mehr Sicherheit auf den Straßen sorgen. Diese Aktion ist einmalig und soll die Region fahrradfreundlicher machen.

Änderung für Radfahrer geplant

In Großstädten ist es oftmals nicht so leicht, mit dem Fahrrad unbeschadet von A nach B zu kommen. An vielen Ecken lauern große Gefahren für Radfahrer. Aus diesem Grund will eine deutsche Großstadt jetzt Sonderrechte für Radfahrer einführen, welche die Sicherheit dieser Gruppe im Straßenverkehr erhöhen sollen.

Es handelt sich um die Stadt Dortmund, die offenbar Pläne haben soll, spezielle Zonen wie Einbahnstraßen oder Fußgängerzonen auch für den Fahrradverkehr freizugeben. Diese Sonderregelung soll zur Straßenverkehrssicherheit beitragen. Erst kürzlich kürte der ADFC die Stadt Dortmund zu einer der fahrradunfreundlichsten Städte in ganz Deutschland.

Initiative soll Änderung herbeiführen

Die Initiative mit dem Titel „Aufbruch Fahrrad Dortmund“ fordert als Konsequenz Sonderrechte für die Fahrradfahrer in der Stadt. Auch soll Dortmund beim Fahrradklima-Test des ADFC den letzten Platz belegt haben. Deshalb will die Initiative nun bessere Verbindungen zur Innenstadt für die Radfahrer erwirken.

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Die Initiative beschreibt ihr Ziel so: „Schneller und sicherer als die längere Wegeverbindung mit zahlreichen Ampeln auf dem Wall.“ Der ADFC-Fahrradklima-Test kritisierte, dass das Dortmunder Zentrum nur schwer für Radfahrer erreichbar sei. Dazu hat die Initiative nun einen Lösungsansatz vorgelegt, denn durch die geforderten Sonderrechte ermögliche man „die direkte Querung der City auf sehr einfache Art und Weise“.

Initiative erhebt Vorwürfe

Schon zu Beginn des Jahres kritisierte die Initiative das Handeln der Stadt und erhob den Vorwurf eines „fehlenden Willen“ auf Seiten der Stadtverwaltung. Die „Querung der Innenstadt mit dem Rad ist seit zwanzig Jahren Thema in Dortmund“, so die Initiative weiter.

Die Großstadt könnte den Radfahrern durch Sonderrechte gestatten, gegen die vorgeschriebene Richtung in Einbahnstraße zu fahren oder Fußgängerzonen zu benutzen. In Dortmund ist unter anderem eine Fahrradautobahn in Planung. Die Routen für diese stehen bereits fest. Die Initiative fordert indessen noch weitere Änderungen für die Innenstadt.