EU greift ein: Neues Bargeld-Verbot sorgt aktuell für Verwirrung

Auf einem Tisch aus hellem Holz liegen verschiedene Euro-Scheine. Zu sehen sind ein 50- und ein 100-Euro-Schein. Diese sind in ein ausgeschnittenes rotes Verbotsschild gesteckt. Dies soll andeuten, dass Bargeld hier wohl verboten ist.
Symbolbild © istockphoto/CalypsoArt

Jetzt greift die EU hart durch. Ein neues Bargeld-Verbot kommt, und das hat es in sich. Viele Menschen sind jedoch verwirrt und wissen nicht genau, wie sie reagieren sollen.

Ein neues Bargeld-Verbot sorgt aktuell für Verwirrung bei den Menschen. Denn nun greift die EU ein. Und das hat Konsequenzen.

Große Verwirrung bei den Menschen

Die Diskussion um ein angebliches Bargeld-Verbot in der Europäischen Union sorgt derzeit für viel Aufsehen. Schlagzeilen suggerieren, dass Bargeld schon bald komplett abgeschafft wird. Doch ganz so drastisch ist die Lage glücklicherweise nicht. Vielmehr plant die Europäische Union eine klare Regelung, welche vor allem größere Bargeldzahlungen betrifft. Ein richtiges Bargeld-Verbot ist nicht geplant. Allerdings soll es ab dem Jahr 2027 durchaus eine sogenannte Bargeld-Obergrenze von 10.000 Euro geben. Diese Regel ist Teil eines Gesetzespakets gegen Geldwäsche und die Finanzierung von Terrorismus. Konkret heißt das, dass Barzahlungen von über 10.000 Euro in geschäftlichen Kontexten künftig verboten sind.

Das Bargeld-Verbot betrifft dabei lediglich Transaktionen, bei denen mindestens eine Partei gewerblich handelt. Private Geschäfte – wie etwa der Kauf eines Gebrauchtwagens von einer Privatperson – bleiben weiterhin auch über dieser Summe in bar möglich. Trotzdem verändert sich der Umgang mit Bargeld durch das Bargeld-Verbot deutlich. Bereits bei kleineren Beträgen wird es künftig strenger. So müssen Käufer sich schon ab 1.000 Euro ausweisen, wenn sie bar bezahlen. Händler sind verpflichtet, diese Daten zu erfassen und aufzubewahren.

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Jetzt will die EU durchgreifen

Ein Grund für die europaweite Vereinheitlichung des Bargeld-Verbots ist, dass es bislang sehr unterschiedliche Regelungen gab. Während einige Länder wie Griechenland oder Spanien bereits strenge Limits eingeführt hatten, existierten in anderen Staaten – darunter Deutschland – bislang kaum Einschränkungen. Diese Unterschiede machten es Kriminellen leichter, Schlupflöcher auszunutzen.

Damit will man nun mit dem Bargeld-Verbot genauer vorgehen. Trotz allem bleibt Bargeld weiterhin ein gesetzliches Zahlungsmittel, das die Menschen im Alltag nutzen können. Experten betonen deshalb, dass viele kursierende Schlagzeilen übertrieben oder missverständlich sind.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Mimikama, Europäisches Verbraucherzentrum Deutschland, European Banking Authority)