
Die Euro-Scheine, mit denen Millionen Bürger in der EU zahlen, sollen bald ein neues Gesicht bekommen. Die alte Optik verschwindet. Bis zum 21. September dürfen die Menschen noch abstimmen.
Bei der vertrauten Währung läuft ein historisches Projekt an, das den Alltag von Millionen Menschen direkt betrifft. Die Verantwortlichen planen tiefgreifende Veränderungen für das Bargeld der Zukunft.
Neue Optik für Euro-Scheine: Deshalb sind die alten Designs nicht mehr gefragt
Die Europäische Zentralbank (kurz: EZB) gestaltet die Euro-Scheine neu, um den Fälschungsschutz zu verbessern, die Bürger stärker einzubinden und die Noten nachhaltiger zu machen. Die Technik entwickelt sich ständig weiter. Deshalb sollen moderne Sicherheitsmerkmale es den Fälschern schwerer machen, das Geld zu kopieren.
Die bisherigen Motive mit Brücken und Toren waren sehr abstrakt. Die neuen Entwürfe zeigen konkrete Themen wie europäische Kultur oder Natur, mit denen sich die Menschen besser identifizieren können. Außerdem sollen die neuen Scheine für Menschen mit Sehbehinderungen leichter zu erkennen und zu unterscheiden sein. Zusätzlich sollen die Banknoten in Zukunft umweltfreundlicher und haltbarer produziert werden.
Euro-Scheine bekommen neues Gesicht: EU-Bürger können mitbestimmen
Bei den neuen Designs können die Menschen mitbestimmen. Denn die EZB lässt die Europäer über neue Designs abstimmen, damit das Geld den Menschen in Europa gehört und sie ein Mitspracherecht haben. Die Bürgerinnen und Bürger können direkt online über eine öffentliche Umfrage auf der Website der Europäischen Zentralbank abstimmen. Die aktuelle Abstimmungsphase läuft noch bis zum 21. September 2026. Jeder kann dort in wenigen Minuten die verschiedenen Designs bewerten.
Es wurden zehn konkrete Designvorschläge in die Endauswahl übernommen, die auf zwei großen Hauptthemen basieren. Die Entwürfe aus dem ersten Themenbereich „Europäische Kultur“ zeigen berühmte europäische Persönlichkeiten der Geschichte, kombiniert mit Kulturbereichen. Beispielsweise ist Ludwig van Beethoven auf dem 10-Euro-Schein oder Marie Curie auf dem 20-Euro-Schein zu sehen. Die Rückseiten widmen sich Themen wie Straßenkunst, Chören oder Bibliotheken. Die zweite Serie „Flüsse und Vögel“ rückt die europäische Natur in den Fokus. Allerdings kommen laut aktueller Planung die neuen Scheine erst ab 2028 oder 2029 in den Umlauf.
(Quellen: EZB, Bundesbank)














