Europaplatz: Immer mehr Taschendiebstähle in der Karlsruher Innenstadt

Symbolbild © ISTOCKPHOTO - Foto: Daniel Kloe

Karlsruhe (ots) – Nach einer Häufung der Fallzahlen in den vergangenen Wochen warnt das Polizeipräsidium Karlsruhe vor Taschendieben in der Karlsruher
Innenstadt.


Seit Jahresbeginn wurden 41 Taten zur Anzeige gebracht. Die Polizei reagiert mit verstärkten Präsenzmaßnahmen und bittet Bürgerinnen und Bürger, sich vor Taschendieben wirksam zu schützen.

Bereits in der Zeit des Christkindlesmarktes Ende des Jahres 2019 kam es zu 25 Diebstählen zum Nachteil der Besucherinnen und Besucher. Da die Taten oft mit
den Gelegenheiten für Diebe bei derartigen Veranstaltungen zusammenhängen, sind die Delikte danach sonst meist wieder stark rückläufig.

Dies ist jedoch zu Beginn des Jahres 2020 nicht der Fall. Bereits in der Silvesternacht kam es zu acht weiteren Diebstählen und seither zu fast täglich ein bis zwei Delikten. Von Jahresbeginn bis zum 26.01. wurden inzwischen 41 Taten angezeigt.

Lesen Sie auch
Für Deutschland droht ein einheitliches Silvester-Feuerwerksverbot

Die Täter hatten es vornehmlich auf Smartphones und Geldbörsen, in vier Fällen auch auf Damenhandtaschen abgesehen. Insgesamt wird von einem Gesamtwert des Diebesgutes von zirka 11.000 Euro ausgegangen.

Bis auf zwei Diebstähle, bei denen Tatverdächtige ermittelt werden konnten, sind die Straftaten nicht aufgeklärt. Das Polizeirevier Karlsruhe-Marktplatz geht derzeit davon aus, dass es sich um mehrere Einzeltäter handelt, wobei auch eine
Tätergruppierung nicht ganz ausgeschlossen werden kann.

In den meisten Fällen sind einkaufende Besucherinnen und Besucher der Innenstadt Ziel der Diebe gewesen. So wurden die meisten Delikte am Europaplatz, am Marktplatz, in der Fußgängerzone und in den großen Einkaufszentren in der Innenstadt begangen. Die Tatzeiten konzentrieren sich insbesondere auf den Nachmittag, überwiegend zwischen 12 und 18 Uhr, und dies an allen Wochentagen.

Lesen Sie auch
Bodenfrost und Minusgrade: „Temperaturen stürzen in den Keller“

Die Polizei hat bereits mit verstärkten Präsenzmaßnahmen auf die Situation reagiert. Auch zivile Polizeikräfte sind vermehrt in der Innenstadt unterwegs.

Um sich wirksam vor Taschendieben zu schützen, rät die Polizei zu folgenden Sicherheitsvorkehrungen:

–    Taschendiebe lassen sich am typisch suchenden Blick erkennen: Sie meiden den direkten Blickkontakt zum Opfer und schauen eher nach
der Beute.

–    Tragen Sie Geld, Schecks, Kreditkarten und Papiere immer in verschiedenen verschlossenen Innentaschen der Kleidung, möglichst
dicht am Körper.

–    Tragen Sie Hand- und Umhängetaschen verschlossen auf der Körpervorderseite oder klemmen Sie sie sich unter den Arm.

–    Benutzen Sie einen Brustbeutel, eine Gürtelinnentasche, einen Geldgürtel oder eine am Gürtel angekettete Geldbörse.

Lesen Sie auch
Daimler verschwindet aus Deutschland: Folgen für Tausende Mitarbeiter

–    Legen Sie Geldbörsen nicht oben in Einkaufstasche, Einkaufskorb oder Einkaufswagen, sondern tragen Sie sie möglichst körpernah.

–    Hängen Sie Handtaschen im Restaurant, im Kaufhaus oder im Laden (selbst bei der Anprobe von Schuhen oder Kleidung) nicht an Stuhllehnen und stellen Sie sie nicht unbeaufsichtigt ab.