Experten decken auf: Ab diesem Alter sinkt das Gehalt von Frauen

Eine Illustration mit einem Hintergrund in einfarbigem Violettton. Eine Frau in schwarzer Kleidung steht auf einem kleineren Münzstapel. Auf einem größeren Münzstapel steht ein Mann in schwarzer Kleidung.
Symbolbild © istockphoto/tommy

Offizielle Daten bestätigen es: Das Gehalt von Frauen ist oftmals niedriger als das von Männern. Zudem vergrößert sich die Lücke ab einem bestimmten Alter häufig. Warum weibliche Beschäftigte in Deutschland das Nachsehen haben.

Beim Verdienst sind Frauen im Vergleich zu Männern im Nachteil. Mit der Zeit steigt die Differenz zwischen den Geschlechtern an ‒ und nicht selten droht Armut im Alter.

Nachteilige Lücke: Gehalt von Frauen im Schnitt niedriger

Männer verdienen hierzulande nach wie vor etwa 16 Prozent mehr als ihre weiblichen Kollegen. Der sogenannte Gender Pay Gap bleibt demnach bestehen. Gemeint ist damit die prozentuale Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern. Vor allem in Führungspositionen ist der Unterschied auf dem Gehaltszettel statistisch gesehen besonders groß, ganz unabhängig von der jeweiligen Branche. Auswertungen zeigen auch, ab welchen Lebensjahren die Beschäftigten in Deutschland mehr Geld verdienen ‒ und wann das Einkommen wieder absinkt.

Wann sich die Differenz zwischen den Geschlechtern vergrößert

Eine Stepstone-Analyse offenbart, dass viele Menschen ab Anfang 50 das meiste Geld in ihrem Berufsleben einnehmen. In vielen Fällen gibt es danach wohl eine negative Entwicklung: Manchmal stagniert der Lohn ‒ und im schlimmsten Fall zeigt sich sogar eine rückläufige Tendenz. Statistiken zeigen auch: Etwa ab dem 30. Lebensjahr vergrößert sich der Gender Pay Gap. Hintergrund ist üblicherweise auch, dass Frauen ihre Arbeitszeit ‒ oftmals wegen der Kindererziehung und Familienplanung ‒ bewusst kürzen. Bei über 50-Jährigen beträgt der Gehaltsunterschied fast bis zu 30 Prozent und wächst somit mit der Zeit deutlich an.

Lesen Sie auch
Rauchen macht unfruchtbarer – WHO schlägt Alarm

Weil das Erwerbseinkommen von Frauen demnach mit zunehmendem Alter sinkt, sind viele später von Altersarmut bedroht. Nach Informationen des Statistischen Bundesamts sind über 20 Prozent der Frauen ab 65 Jahren betroffen. Einer der Gründe ist häufig die Teilzeitarbeit, die weniger Rentenpunkte einbringt. Zudem arbeiten weibliche Beschäftigte nicht selten im Niedriglohnsektor. Gefordert werden deshalb unter anderem eine bessere Qualifizierung sowie eine verbesserte Kinderbetreuung in Deutschland. Auch eine transparente Gehaltsstruktur sowie mehr Frauen in Führungspositionen sollen dazu beitragen, dass Ungleichgewicht in Zukunft aufzuheben.

(Quellen: Statistisches Bundesamt)