
Ein gefährliches Virus, gegen das es weder einen Impfstoff noch eine Behandlung gibt, endet meist tödlich. Es gibt bestätigte Fälle in der Region, in der das Virus bereits zum neunten Mal innerhalb weniger Jahre ausgebrochen ist.
Experten warnen aktuell vor dem Ausbruch einer tödlichen Viruserkrankung. Zwar handelten die verantwortlichen Behörden schnell, dennoch ist die Gefahr nicht gebannt. Einen zugelassenen Impfstoff gibt es nämlich nicht.
Gefährliches Virus: Betroffene haben kaum Überlebenschancen
Das Nipah-Virus gehört zur Familie der Paramyxoviridae und tritt insbesondere in Süd- und Südostasien auf. In der Natur kommt das Virus vorrangig bei Flughunden vor. Doch ist auch eine Übertragung durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten und -ausscheidungen infizierter Tiere, Menschen oder durch den Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln möglich. Besonders anfällig sind Schweine, die in den meisten Fällen auch der Überträger auf den Menschen sind. Jedoch gab es 2018 bereits Fälle, bei denen sich mehrere Menschen über das Wasser eines Brunnens infiziert haben, in dem man tote Flughunde fand. Zehn Menschen starben nach der Infektion.
Generell gilt das Nina-Virus als äußerst gefährlich, da es häufig das zentrale Nervensystem befällt und zu schweren Hirnentzündungen (Enzephalitis) führen kann. Die ersten Symptome sind vornehmlich hohes Fieber, Schwindel, Kopf- und Muskelschmerzen, Bewusstseinsstörungen bis hin zu schweren Atemwegsinfektionen und Krampfanfällen. Die Sterblichkeitsrate ist sehr hoch – Experten schwanken zwischen 75 und 90 Prozent. Bislang gibt es weder eine adäquate Behandlung noch einen zugelassenen Impfstoff gegen die Viruserkrankung.
Gefährliches Virus mit geringer Ausbreitung
Das einzig Positive: Die Wahrscheinlichkeit einer Ausbreitung gilt als relativ gering. Laut einem Virologen vom Universitätsklinikum Düsseldorf ist das Virus schlicht zu tödlich, um sich dauerhaft vermehren zu können. Obendrein ist der direkte Kontakt für eine Ansteckung notwendig. Zwei Krankenpflegerinnen nahe Kolkata in Indien scheint kürzlich genau das passiert zu sein. Vermutlich haben sich beide bei der Pflege einer bereits infizierten Person angesteckt, die jedoch verstorben ist. Beide Frauen befinden sich aktuell in der Behandlung. Bei einer der Pflegerinnen sei der Zustand kritisch, während die andere stabil sein soll. Das Auswärtige Amt und auch die zuständigen Behörden schätzen die Gefahr als niedrig ein, weshalb es auch keine Reisewarnungen gibt.
(Quellen: Einschätzung eines Virologen des Universitätsklinikums Düsseldorf, Berichte internationaler Gesundheitsbehörden)














