
Eine tödliche Zombie-Krankheit ist derzeit auf dem Vormarsch und versetzt die Menschen in Angst und Schrecken. Die Experten sind besorgt und forschen intensiv, um den Erreger besser zu verstehen.
Klingt skurril, ist aber tatsächlich wahr: Aktuell breitet sich eine neue Zombie-Krankheit immer weiter aus. Die Folgen sind schwerwiegend, denn die Krankheit verläuft tödlich.
Neue Zombie-Krankheit breitet sich aus – Gefahr für den Menschen?
Der Name klingt nach einem Horrorfilm, doch hinter der sogenannten Zombie-Hirsch-Krankheit steckt eine reale und tödliche Erkrankung. Betroffen sind vor allem Hirsche, Rehe, Elche und andere Hirschartige. Die Tiere verlieren im Verlauf der Krankheit deutlich an Gewicht, wirken apathisch, zeigen Verhaltensänderungen und sterben schließlich an den Folgen der Infektion. In Fachkreisen trägt die Erkrankung den Namen Chronic Wasting Disease, kurz CWD. Sie gehört zur Gruppe der Prionenerkrankungen – einer seltenen, aber besonders gefürchteten Klasse von Krankheiten, bei denen fehlgefaltete Eiweiße schwere Schäden im Gehirn verursachen. Zu dieser Gruppe zählt auch die Rinderseuche BSE, die vor Jahrzehnten weltweit für Schlagzeilen sorgte.
Genau deshalb beobachten Forscher die Entwicklung von CWD seit Jahren sehr aufmerksam. Die Krankheit breitet sich in Teilen Nordamerikas weiter aus und wurde inzwischen in zahlreichen Regionen nachgewiesen. Auch in einigen europäischen Ländern hat man Fälle bei Wildtieren registriert. Könnte die Krankheit eines Tages auch Menschen infizieren? Nach aktuellem Stand gibt es dafür keine bestätigten Nachweise. Gesundheitsbehörden betonen, dass bisher kein Fall bekannt ist, bei dem ein Mensch nachweislich an CWD erkrankt wäre.
Forscher präsentieren ihre Studien-Ergebnisse: Tödliche Zombie-Krankheit
Dennoch wird intensiv geforscht. Wissenschaftler versuchen zu verstehen, ob die biologischen Barrieren zwischen Tier und Mensch dauerhaft schützen oder ob unter bestimmten Umständen doch ein Übertragungsrisiko entstehen könnte. Die Sorge rührt vor allem daher, dass Prionenerkrankungen in der Vergangenheit gezeigt haben, dass ein Überspringen von Tier auf Mensch grundsätzlich möglich sein kann.
Gleichzeitig verweisen Forscher auf Studien, die eher beruhigende Ergebnisse liefern. Mehrere Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Hürden für eine Übertragung auf Menschen hoch sind. Viele Experten halten ein direktes Risiko für die Bevölkerung derzeit für gering. Trotzdem wird die Entwicklung weiter beobachtet, weil sich Prionenerkrankungen oft nur schwer vorhersagen lassen. Gerade auch weil die Krankheit bislang nicht heilbar ist und bei betroffenen Tieren immer tödlich verläuft, bleibt sie für Wissenschaftler von besonderem Interesse. Die eigentliche Herausforderung liegt weniger in einer akuten Gefahr für Menschen als in der Frage, wie sich die Krankheit in den kommenden Jahren entwickelt.
(Quellen: CDC, National Institutes of Health, Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, wissenschaftliche Veröffentlichungen zu Chronic Wasting Disease)














