Experten warnen: Betrugsmasche betrifft Krankenkasse

Eine typische deutsche Gesundheitskarte liegt auf einer Fläche. Es ist nur der Schriftzug der Karte sichtbar, denn über und unter der Karte sind ein 10-Euro- und ein 5-Euro-Schein zu sehen.
Symbolbild © istockphoto/Lothar Drechsel

Erneut warnen Experten die deutschen Bürger vor einer gefährlichen Betrugsmasche – diesmal betrifft sie die Krankenkasse. Man sollte lieber auf Nummer sicher gehen, bevor es richtig teuer wird.

Eine neue Betrugsmasche trifft Versicherte einer Krankenkasse, bei der Millionen Deutsche unter Vertrag stehen. Schon eine einzige E-Mail kann ausreichen, um persönliche Daten in falsche Hände zu bringen. Jetzt heißt es wachsam sein.

Die Gefahr steckt oft in einer ganz gewöhnlichen Nachricht

Kriminelle entwickeln ihre Betrugsmaschen ständig weiter. Besonders erfolgreich sind sie, wenn sie sich als bekannte Unternehmen oder Behörden ausgeben. Krankenkassen gehören deshalb immer wieder zu den Namen, die für gefälschte E-Mails missbraucht werden. Die Nachrichten wirken oft professionell und sollen Vertrauen schaffen.

Cyberexperten weisen darauf hin, dass Phishing-Mails meist nach demselben Muster aufgebaut sind. Sie erzeugen Zeitdruck, kündigen angeblich wichtige Änderungen an oder versprechen finanzielle Vorteile. Genau diese Kombination soll Empfänger dazu bewegen, unüberlegt auf einen Link zu klicken. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt außerdem, die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu nutzen, wenn sie angeboten wird. Sie erschwert Kriminellen den Zugriff auf Online-Konten zusätzlich. Welche Maschen derzeit besonders häufig auftreten und warum die AOK jetzt ausdrücklich warnt, zeigt sich erst beim Blick auf die aktuellen Fälle.

Lesen Sie auch
Gefährliche Mückenart breitet sich aus – Anzahl steigt plötzlich

Betrugsmasche bei einer der größten Krankenkassen Deutschlands: Damit locken Kriminelle 

Nach Angaben der AOK sowie von Verbraucherschützern verschicken Betrüger derzeit E-Mails, in denen ein angeblich notwendiger Austausch der elektronischen Gesundheitskarte angekündigt wird. Begründet wird dies mit einer vermeintlichen technischen Umstellung. Über einen Link sollen Versicherte ihre neue Karte beantragen. Tatsächlich landen sie auf gefälschten Internetseiten, auf denen persönliche Daten abgegriffen werden. Die Gesundheitskarte ist jedoch nicht die einzige Masche. Ebenfalls im Umlauf sind gefälschte Nachrichten zur angeblichen Freischaltung des Online-Portals „Meine AOK“, vermeintliche Rückerstattungen für Beiträge oder Medikamente sowie Produktempfehlungen mit AOK-Logo. Ziel der Täter ist immer, sensible Daten oder Zugangsinformationen zu erhalten.

Typisch für diese Nachrichten sind knappe Fristen, allgemeine Anreden und die Aufforderung, persönliche Angaben sofort zu bestätigen. Genau solche Merkmale gelten als klassische Warnsignale für Phishing. Wer eine verdächtige Nachricht erhält, sollte sie direkt löschen oder in den Spam-Ordner verschieben. Wurden bereits Daten eingegeben, raten Sicherheitsexperten dazu, Passwörter umgehend zu ändern und die Krankenkasse sowie – falls Bankdaten betroffen sind – auch das Kreditinstitut sofort zu informieren.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)