
Die Deutschen leben sparsam – das ist unbestritten. Laut Ökonomen hat das einige Gründe und auch weitreichende Folgen. Das passiert, wenn das Geld für längere Zeit einfach auf den Konten der Verbraucher bleibt.
Wer eifrig spart, ist hierzulande nicht allein. Insgesamt ist die Sparneigung im Vergleich hoch. Doch nicht jeder hat die Möglichkeit, einen Teil des Einkommens zurückzulegen.
Deutsche leben sparsam – das bleibt laut Experten nicht folgenlos
Inflation, Kriege, steigende Kosten ‒ politisch und wirtschaftlich unsichere Zeiten führen dazu, dass Menschen mehr Geld zurücklegen, um einen Notgroschen zu bilden. Was dabei auffällt: Im Vergleich zu anderen Ländern liegt die Sparquote in Deutschland laut Statistischem Bundesamt über dem Durchschnitt. Demnach sind Bürger hierzulande besonders sparsam unterwegs. Der Anteil des zurückgelegten Einkommens belief sich 2025 auf etwa 10,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Quote nur leicht um 0,8 Prozentpunkte zurückgegangen. Die Tendenz, dass Verbraucher weniger Geld ausgeben, hat einige Folgen.
Hohe Lebenshaltungskosten: Nicht alle Haushalte können Geld zurücklegen
Fast zehn Billionen Euro an Geldvermögen hatten deutsche Haushalte 2025 insgesamt angesammelt. Doch nicht jeder kann in teuren Zeiten sparen – vor allem sind es Haushalte mit höheren Einkommen, die größere Summen zurücklegen können. Ob für Miete und Einkauf oder andere Posten: Ärmere Haushalte müssen ihr Einkommen heute oft vollständig für laufende Ausgaben einplanen, da die Lebenshaltungskosten gestiegen sind. Weil viele generell lieber sparen als konsumieren, wirkt sich das auf die deutsche Wirtschaft aus. Die Wirtschaftsleistung ist mitunter vom privaten Konsum der Verbraucher abhängig ‒ und dieser wird durch die Sparneigung gedämpft. Deshalb gehen die Umsätze vieler Unternehmen und Dienstleister häufig zurück.
Zudem hat das Sparen auf Girokonten einen weiteren Nachteil: Etwa zwei bis drei Monatseinkommen sollten dort grundsätzlich geparkt werden. Bleibt mehr Geld langfristig liegen, droht ein inflationsbedingter Wertverlust. Tagesgeldkonten mit niedrigen Zinsen sind nicht immer die beste Wahl. Deshalb helfen der Vergleich verschiedener Angebote, darunter Festgeldangebote. Breit gestreute ETFs sind ebenfalls eine Möglichkeit. Für eine individuelle Anlagenberatung sollten Sparer sich an einen professionellen Anbieter wenden.
(Quellen: Eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














