
Ein gefährliches Insekt breitet sich in vielen deutschen Gärten immer weiter aus. Was vor wenigen Jahren noch als einzelne Sichtung galt, entwickelt sich inzwischen in vielen Regionen zu einer dauerhaften Herausforderung.
Naturschutzbehörden und Fachleute beobachten die Ausbreitung dieses gefährlichen Insekts in Deutschlands genau und rufen dazu auf, verdächtige Funde zu melden. Die Lage ist kritisch.
Gefahr wächst: Insekt breitet sich rasant in deutschen Gärten aus
Die aus Südostasien stammende Hornissenart, die sich derzeit in Deutschlands Gärten ausbreitet, unterscheidet sich von der heimischen Europäischen Hornisse. So fällt die Asiatische Hornisse unter anderem durch ihren überwiegend dunklen Körper, gelbe Beinenden und einen auffälligen orangefarbenen Streifen am Hinterleib auf. Gerade im Sommer und Frühherbst wächst die Zahl der Tiere deutlich an, weil die Völker dann ihre größte Größe erreichen.
Die Asiatische Hornisse jagt andere Insekten und hält sich häufig vor Bienenstöcken auf, wo sie auf heimkehrende Sammelbienen wartet. Imker beobachten deshalb mit Sorge, dass ganze Bienenvölker unter starken Jagddruck geraten können. Gleichzeitig ernährt sich die Hornisse auch von Fliegen, Wespen und weiteren Insekten.
Bürger sollen sich schützen: Insekt niemals selbst bekämpfen
Für Menschen gilt dagegen ein differenziertes Bild. Die Asiatische Hornisse sucht normalerweise keinen Kontakt und verhält sich außerhalb der Nestnähe eher unauffällig. Gefährlich werden kann es jedoch, wenn sich Menschen einem Nest nähern oder die Tiere bedrängen. Wie bei anderen stechenden Insekten können Stiche schmerzhaft sein. Für Allergiker besteht zudem das Risiko schwerer allergischer Reaktionen.
Wer eine Asiatische Hornisse entdeckt, sollte das Tier möglichst nicht selbst bekämpfen. Fachleute empfehlen stattdessen, Fotos anzufertigen und den Fund an die zuständige Naturschutzbehörde oder über die dafür vorgesehenen Meldesysteme weiterzugeben. Dadurch können Experten die Art sicher bestimmen und bei Bedarf geeignete Maßnahmen einleiten. Eigenmächtige Nestentfernungen sind nicht nur gefährlich, sondern häufig auch nicht zulässig. Für Gartenbesitzer besteht dennoch kein Grund zur Panik. Einzelne Tiere stellen in der Regel keine unmittelbare Gefahr dar. Aufmerksamkeit ist vor allem dann gefragt, wenn sich größere Nester in der Nähe von Häusern, Spielplätzen oder viel genutzten Wegen befinden. In solchen Fällen sollten ausschließlich die zuständigen Fachbehörden über das weitere Vorgehen entscheiden.
(Quellen: NABU, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














