Experten warnen: Kinder sollten keinen Schnee draußen essen

Profilansicht eines Kindes im Winter. Das Kind trägt Handschuhe, eine Mütze, einen Schal und eine Jacke. In den Händen hält es eine Ladung Schnee, die es mit der Zunge anlecken und probieren will.
Symbolbild © istockphoto/Iana Pronicheva

Auch wenn es gefährlich wird: Eltern können die Neugier ihres Nachwuchses kaum bändigen. Schnee sollten Kinder jedoch nicht essen, denn das scheinbar harmlose Verhalten kann ernsthafte Konsequenzen nach sich ziehen.

In Deutschland hat es kräftig geschneit – für viele Kinder ein Traum. Warum jetzt allerdings Vorsicht geboten ist, selbst bei frischem Schnee.

Die weiße Pracht ist endlich da ‒ doch Vorsicht

Nach langem Warten ist es endlich passiert: In Deutschland liegt Schnee. Viele Familien hatten sich die weiße Pracht bereits zu Weihnachten gewünscht, doch die Ernüchterung war groß. Der Schnee blieb erneut aus. Nun tummelt sich der Nachwuchs im Freien, um einen Schneemann zu bauen, eine Schneeballschlacht mit Freunden zu genießen ‒ oder vielleicht um etwas von der Schneeschicht zu probieren. Die weißen Flocken in den Mund zu nehmen, birgt jedoch ein Risiko.

Keinen Schnee essen: Warum der kalte Genuss gefährlich ist

Vor allem „Babys erster Schnee“ kann gefährlich werden: Viele Eltern wollen ihrem Nachwuchs ein unvergessliches Erlebnis ermöglichen, wenn das Kind zum ersten Mal Schnee sieht. Gerade die Jüngsten neigen jedoch dazu, alles Unbekannte direkt in den Mund zu nehmen ‒ womöglich auch unkontrolliert große Portionen Schnee. Das Sinnesorgan ist ein wichtiges Werkzeug für die Kleinen, um ihre Umwelt zu erkunden. Während der sogenannten oralen Phase des Kindes sollten Eltern ihrem Schatz Erkundungen zwar grundsätzlich ermöglichen, doch bei potenziellen Verunreinigungen ist stets Vorsicht geboten.

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Sollte das Kind eine frische Schneeflocke probieren, ist das kein Grund zur Beunruhigung. Liegt die weiße Pracht jedoch bereits länger auf dem Boden, kann diese verunreinigt sein. Sowohl Kot und Urin als auch andere Keime, Streusalz und Schadstoffe können enthalten sein. Sofern der Nachwuchs große Mengen geschluckt hat, drohen Bauchschmerzen, Durchfall, Unwohlsein und Erbrechen. Auch Fieber ist unter Umständen ein Symptom. Bei Auffälligkeiten ist es wichtig, den Kinderarzt zu konsultieren. Selbst frischer Schnee könnte Schadstoffpartikel enthalten, die für das bloße Auge nicht sichtbar sind. Den Spaß im Schnee sollten Eltern ihren Kindern zwar nicht grundsätzlich untersagen, doch ein aufklärendes Gespräch über mögliche Risiken hilft, dass das gemeinsame Erlebnis im Winter sicher bleibt.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, kanadische Umweltstudien, Verbraucherinformationen, Fachliteratur)