Extrem-Maßnahme: Großer Seuchen-Ausbruch in Deutschland

Das Bild zeigt eine Nahaufnahme eines Schildes. Es ist leuchtend rot gestaltet und hebt sich deutlich vom Hintergrund ab. Auf dem Schild steht in gut lesbaren weißen Buchstaben: "Achtung Seuchengefahr".
Symbolbild © imago/Bihlmayerfotografie

Aufgrund eines großen Seuchen-Ausbruchs in Deutschland musste wieder eine Extrem-Maßnahme getroffen werden. Damit soll die Seuche möglichst weiträumig eingedämmt und weiterer großer Schaden in anderen Gebieten abgewendet werden.

Ein weiterer Seuchen-Ausbruch in Deutschland zwingt die Behörden dazu, eine extreme Maßnahme sofort umzusetzen. Der bislang entstandene Schaden ist groß. Eine weitere Ausbreitung der Seuche will man unbedingt verhindern.

Zehntausende betroffen: Seuchen-Ausbruch in Deutschland besorgt die Bürger

Millionen Tiere werden jedes Jahr gezüchtet und geschlachtet, damit die Verbraucher Geflügel, Schwein, Rind, Lamm und anderes Fleisch auf dem Speiseplan verzehren können. Bei der Haltung bleibt es nicht aus, dass die Nutztiere sich eine Seuche einfangen und sich diese rasend schnell verbreitet.

Um die Menschen nicht zu gefährden und andere Bestände zu schützen, gilt daher: Seuchen wie die Vogelgrippe müssen die Betriebe unverzüglich melden. Dann fällt die zuständige Stelle die Entscheidung, dass der komplette Bestand gekeult werden muss. Für die betroffenen Betriebe entsteht ein hoher wirtschaftlicher Schaden. Indessen sorgt eine weitere Seuche dafür, dass wieder Zehntausende Tiere sterben müssen, um die Gefahr einzudämmen.

Seuchen-Ausbruch in Deutschland: Behörden leiten Schutzmaßnahmen ein

In diesem Fall handelt es sich nicht um die Vogelgrippe, sondern um die sogenannte Newcastle-Krankheit, die in einem Masthähnchenbetrieb in Buchbach im Landkreis Mühldorf in Oberbayern ausgebrochen ist. Man hat rund 77.000 Masthähne gekeult. Des Weiteren hat man rund um den betroffenen Masthähnchenbetrieb eine Schutzzone von drei Kilometern Durchmesser eingerichtet. Darauf folgt in einem Zehnkilometer-Radius die Überwachungszone. In der Schutzzone darf niemand ein Tier hinein- oder herausbringen.

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Die Newcastle-Krankheit überträgt sich bei engem Kontakt auch auf den Menschen. Während sie hier eher einen harmlosen Verlauf nimmt, rafft sie das Geflügel qualvoll dahin. Die betroffenen Tiere nehmen das Virus über die Atemluft oder über den Kot auf. Der Mensch trägt sein Übriges durch Schuhe und Kleidung sowie Futter und Einstreu dazu bei. Das Geflügel leidet zunächst unter Appetitlosigkeit sowie Husten und Röcheln beim Luftholen. Anschließend setzt es dünnen, wässrigen Kot ab. Die Eier weisen nur noch eine sehr dünne oder keine Schale mehr auf. Der Tod tritt danach recht zügig ein. Durch die Einrichtung der Zonen plant man, die Ausbreitung einzudämmen und somit weiteres qualvolles Tiersterben zu verhindern.

(Quellen: BR24, dpa)