
So wie bisher geht es offenbar nicht mehr weiter. Ein bekannter Familienbetrieb steckt in der Krise. Nach der Insolvenz musste das Unternehmen eine schwere Entscheidung treffen. Jetzt ist klar: Es fallen mehrere Standorte weg.
Es ist ein Neubeginn, aber auch ein großer Abschied. Mehrere Standorte dieses Unternehmens wird es nicht mehr geben. Vor allem für die Beschäftigten ist das ein harter Schlag.
Insolvenzverfahren und Schließungen: Familienbetrieb in der Krise
Über 110 Jahre gibt es diesen Familienbetrieb schon. Mittlerweile kriselt es. Vor einigen Monaten meldete er Insolvenz in Eigenverwaltung an. Ein Käufer wurde gefunden, doch für drei Standorte gibt es offenbar keine Zukunft mehr. Sie sollen wegfallen ‒ und das trifft vor allem die Belegschaft. Generell geht es zahlreichen Unternehmen noch immer schlecht: Bereits in der ersten Jahreshälfte 2025 übertraf die Zahl der Firmeninsolvenzen die des Vorjahreszeitraums. Etwa 12.000 waren betroffen, während es 2024 im ersten Halbjahr rund 11.000 Betriebe traf.
Doch die Entwicklung nimmt kein Ende. Fachleute rechnen derzeit auch für das kommende Jahr mit einem leichten Zuwachs bei den Insolvenzen. Für Deutschland sagt der Kreditversicherer Allianz Trade über 24.000 Pleiten voraus, obwohl Wirtschaftsexperten zugleich von einem (leichten) Wirtschaftswachstum ausgehen. Dass der Reutlinger Familienbetrieb in vierter Generation auf einen neuen Eigentümer angewiesen ist, hängt allen voran mit der herausfordernden Auftragslage und den gestiegenen Kosten zusammen. Der neue Inhaber hat Großes vor. Er will den Betrieb nicht nur fortführen, sondern weiterentwickeln.
Entscheidung steht wohl: Diese Standorte fallen demnächst weg
In Chemnitz und Offenburg geht es wohl nicht mehr weiter. Auch der Leipziger Standort soll geschlossen werden. Durch den Verkauf entfallen 160 Arbeitsplätze. Die Angestellten des Unternehmens Reiff Technische Produkte GmbH bekommen allerdings die Chance auf einen Neubeginn in einer Transfergesellschaft. Wie es nach Ende der Laufzeit beruflich für sie weitergeht, ist vorerst jedoch ungewiss. Die Wechsel in die Beschäftigungsgesellschaft starten im Dezember. Reiff, ein Spezialist für technische Lösungen im Bereich Maschinenbau, wird von Eriks übernommen. Der niederländische Industriespezialist bietet ebenfalls technische Dienstleistungen und Produkte an und will die bisherigen Reiff-Kunden behalten und weiterhin beliefern.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Reiff, Eriks, Reutlinger General-Anzeiger, Bundesagentur für Arbeit)














