Fast ausgestorbenes Tier nach Jahrzehnten im Wald entdeckt

In einem zugeschneiten Wald erkennt man gerade noch den Weg, auf dem Spaziergänger laufen können. Links und rechts stehen kahle Bäume, deren Äste mit Schnee bedeckt sind. Durch die Bäume scheint das Sonnenlicht.
Symbolbild © istockphoto/alex_ugalek

In einem Wald haben Forscher nach Jahrzehnten ein fast ausgestorbenes Tier wiederentdeckt. Dies lässt nicht nur für die Zukunft hoffen, sondern zeigt auch, wie wichtig der Artenschutz ist.

Jahrzehntelang hat niemand dieses fast ausgestorbene Tier gesehen. Nun entdeckten Forscher es jedoch wieder und können ihr Glück kaum fassen. Damit macht sich ihre harte Arbeit ein weiteres Mal bezahlt.

Erfolge zeigen: Artenschutz ist dringend notwendig

Hierzulande galten und gelten einige Arten bereits als ausgestorben. Dies gilt nicht nur für Tiere, sondern auch für viele Pflanzenarten. Schuld daran ist der Umgang des Menschen mit der Natur. Umweltgifte vertreiben und töten Tiere und Pflanzen. Durch das Abholzen von Wäldern und das Bewirtschaften von Landstrichen werden Tiere aus ihren Lebensräumen vertrieben. Auch durch die Jagd gibt es einige Tiere nicht mehr.

Durch entsprechende Schutzmaßnahmen und Maßnahmen zur Wiederansiedelung kehrten einige Tiere zurück, darunter zum Beispiel der Luchs, die Kegelrobbe und der Wolf. Die Rückkehr erfolgt nur langsam, und oftmals bleiben die Populationen sehr anfällig für Störungen. Dies zeigt, dass Artenschutz unbedingt notwendig ist, um die Vielfalt unseres Planeten zu erhalten.

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Wiederentdeckt: Forscher finden fast ausgestorbenes Tier

Dass die Maßnahmen verschiedener Gruppen, die sich dem Artenschutz verschrieben haben, Erfolg zeigen, sieht man an einem schönen Beispiel aus Schottland. Der schottische Ringelspinner, ein bräunlicher Nachtfalter, gilt seit 1979 als ausgestorben. Nun haben Forscher ihn jedoch auf der Insel Canna wiederentdeckt. Hier findet er laut den Mitgliedern des National Trust of Scotland (kurz: NTS) genügend Nahrung und Rückzugsorte.

Obwohl der Ringelspinner in Laubwäldern und Heckenlandschaften genug Lebensraum findet, dürfte ein anderer Grund dazu beigetragen haben, dass er nahezu ausgerottet wurde. Der kleine Nachtfalter hat Obstbäume buchstäblich zum Fressen gern und galt daher bei den Menschen als Schädling. Auf ihrem Gebiet konnte der NTS noch weitere zurückgekehrte Arten entdecken. Dies zeigt einmal mehr, wie wichtig der Artenschutz ist und wie wirksam er sich zeigt, wenn wir Menschen endlich damit aufhören, Lebensräume zu zerstören. Denn: Artenschutz geht uns alle etwas an.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Independent, National Trust of Scotland, IUCN)