
Knapp eine halbe Million Infizierte in Australien versetzt Experten in Alarmbereitschaft: Die neue Virus-Subvariante breitet sich aktuell rasant aus – und könnte schon bald Europa treffen.
Eine mysteriöse Welle rollt auf Europa zu. Experten schlagen Alarm, denn eine neue Virus-Subvariante sorgt weltweit für rasant steigende Infektionszahlen.
Eine Welle aus der Ferne – und Europa im Fokus
Fast eine halbe Million Infizierte allein in Australien seit Jahresbeginn: Diese Zahl lässt Europas Gesundheitsexperten aufhorchen. Denn was am anderen Ende der Welt passiert, kommt erfahrungsgemäß oft Wochen später auch hier an. Erst nach genauerem Hinsehen wird klar, was eigentlich hinter der jüngsten Infektionswelle steckt. Eine Subvariante des Grippevirus‘ H3N2, die sich derzeit besonders schnell verbreitet. Die Erkrankung selbst gilt medizinisch nicht als gefährlicher als bisher bekannte Stämme, doch die hohe Ansteckungsrate ist es, die Fachleuten Sorgen bereitet.
Die Virologen rechnen für Europa mit einer rund zwanzig Prozent höheren Zahl an Grippefällen als in durchschnittlichen Jahren. Besonders Kinder unter fünfzehn Jahren könnten stärker betroffen sein. Noch ist unklar, wie gut die vorhandenen Impfstoffe gegen die neue Subvariante schützen. Damit steigt das Risiko, dass die Wintermonate für Kliniken und Praxen anstrengender werden als üblich.
So schützt man sich jetzt – und warum die Impfdebatte Fahrt aufnimmt
Wer vorbereitet ist, kann sein persönliches Infektionsrisiko deutlich senken. Experten empfehlen, die bestehenden Impfempfehlungen unbedingt einzuhalten und einfache Hygieneregeln nicht zu vernachlässigen: regelmäßiges Händewaschen nach Aufenthalten im öffentlichen Raum, das Vermeiden engen Körperkontakts, das Desinfizieren häufig genutzter Gegenstände. Auch ein gesunder Lebensstil hilft – ausreichender Schlaf und ausgewogene Ernährung stärken die Abwehrkräfte spürbar.
Die Ständige Impfkommission (Stiko) rät aktuell vor allem Menschen ab sechzig Jahren, chronisch Kranken, Schwangeren, Bewohnern von Pflegeeinrichtungen sowie medizinischem Personal zur Grippeschutzimpfung. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) fordert inzwischen sogar eine generelle Impfempfehlung ab sechs Monaten. Seit 2022 dürfen auch Apotheken bundesweit gegen Grippe und Corona impfen – und das Angebot wird genutzt. Laut der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) ist die Zahl der dort verabreichten Grippeimpfungen deutlich gestiegen. Ein Blick auf die Krankheitsstatistik zeigt, wie sehr Atemwegserkrankungen Deutschland belasten. Im vergangenen Jahr waren Menschen im Schnitt 22,3 Tage krankgeschrieben, wobei fast 36 Prozent der Ausfälle auf Infekte der Atemwege zurückgingen. Wenn die aktuelle Welle Europa erreicht, könnte sich dieser Trend weiter verstärken.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Virologen-Angaben)














