Freibad-Besuch wird zum Luxus: Hier zahlen Familien am meisten

In einem Freibad stehen viele Badegäste an einem Kiosk an. Einige haben schon bekommen, was sie haben möchten. Andere warten in Badekleidung mit Handtüchern, bis sie an der Reihe sind. Neben dem Fenster ist die Preisliste ausgestellt.
Symbolbild © imago/Funke Foto Services

Wenn die Temperaturen steigen, gehören Freibäder für viele Familien zu den beliebtesten Ausflugszielen. Doch der Preisvergleich zeigt: Wer ins kühle Nass springen möchte, zahlt je nach Stadt sehr unterschiedlich. Während einige Kommunen an günstigen Eintrittspreisen festhalten, verlangen andere inzwischen Summen, die für Familien spürbar ins Gewicht fallen.

Besonders hoch liegen die Preise in einigen Großstädten. In Berlin kostet eine reguläre Tageskarte für Erwachsene inzwischen 7 Euro. Für Familien werden 13 Euro fällig. Damit gehört die Hauptstadt zu den teuersten Freibadstandorten Deutschlands.

Eintrittspreise steigen immer weiter: Freibad-Besuch wird zum Luxus

Auch Karlsruhe liegt inzwischen im oberen Preisbereich. Im Sonnenbad zahlen Erwachsene 7,50 Euro für den Eintritt, Familienkarten kosten 20 Euro. Wer regelmäßig schwimmen geht, muss für eine Familien-Saisonkarte sogar mehrere Hundert Euro einplanen. Etwas günstiger fällt der Besuch in München aus. Dort kostet die Tageskarte für Erwachsene 6,30 Euro, Kinder bis zwölf Jahre erhalten allerdings freien Eintritt. Das entlastet Familien zumindest teilweise.

Auch Stuttgart gehört zu den Städten, in denen die Preise in den vergangenen Jahren gestiegen sind. In den Freibädern der Landeshauptstadt zahlen Erwachsene inzwischen 5,50 Euro für den Eintritt. Für Familien und Vielschwimmer summieren sich die Kosten über die Saison schnell. Anders sieht die Lage vielerorts in kleineren Städten aus. In Östringen im Landkreis Karlsruhe kostet der Eintritt für Erwachsene beispielsweise 4,50 Euro, Familien zahlen 12 Euro. Auch zahlreiche Freibäder in ländlichen Regionen versuchen weiterhin, die Preise möglichst moderat zu halten.

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Große Preisunterschiede: Freizeitbesuch im Freibad wird zur Kostenfrage

Die Gründe für die Preisunterschiede sind vielfältig. Betreiber kämpfen mit höheren Ausgaben für Energie, Wasseraufbereitung, Personal und Instandhaltung. Gleichzeitig müssen viele Anlagen modernisiert werden. Die Kosten landen am Ende häufig bei den Besuchern. Für Familien wird der Freibadbesuch damit zunehmend zu einer Kostenfrage. Denn zum Eintritt kommen oft noch Ausgaben für Verpflegung, Eis, Getränke oder Parkplätze hinzu.

Aus einem vermeintlich günstigen Sommertag können so schnell mehrere Dutzend Euro werden. Trotzdem rechnen die Betreiber vieler Bäder auch in diesem Sommer mit zahlreichen Besuchern. Denn wenn die Temperaturen steigen, bleibt das Freibad für viele Menschen einer der beliebtesten Orte, um der Hitze zu entkommen.

(Quellen: Berliner Bäder-Betriebe, Karlsruher Bäder, Münchner Bäder, Stadt Stuttgart, Stadt Östringen)