Für neue Kühlschränke: Deutschland zahlt Millionen ins Ausland

Einige Geldscheine werden wie ein Fächer vor dem deutschen Regierungsgebäude in Berlin in die Luft gehalten. Mehrere unterschiedliche Euro-Scheine sind dabei zu sehen, unter anderem 5-Euro-Scheine und 20-Euro-Scheine.
Symbolbild © imago/Achille Abboud

Deutschland hat für neue Kühlschränke Millionen Euro ins Ausland gezahlt. Was zunächst merkwürdig klingt, hat einen wichtigen Hintergrund. So betonen die Verantwortlichen immer wieder, wie wichtig diese Schritte gewesen seien.

Mehrere Millionen Euro hat Deutschland für neue Kühlschränke ins Ausland gezahlt. Diese Ausgaben sind jedoch mit einem besonderen Ziel verbunden.

Millionen ins Ausland: Deutschland verfolgt wichtiges Ziel

Deutschland betont immer wieder, wie wichtig die Erreichung der gesetzten Klimaziele sei. Inzwischen fanden bestimmte Maßnahmen bereits Eingang ins Gesetz, um die Erreichung sicherzustellen. Unter anderem dürfen in diesem Jahr bestimmte Öfen nicht mehr benutzt werden. Der CO2-Preis ist ebenfalls angestiegen. Damit soll das Verwenden von Benzin, Diesel und anderen fossilen Brennstoffen möglichst eingedämmt werden, um auf klimafreundliche Alternativen setzen zu können.

Die Erneuerung des Energiegesetzes ist ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Klimaziele. So müssen Märkte ab einer bestimmten Größe kleine Elektrogeräte zurücknehmen. Insbesondere auf die Einweg-Vapes hat man es dabei abgesehen. Diese werden nämlich oft irgendwo entsorgt und stellen damit eine Gefahr für die Umwelt dar. Mit den Millionen-Zahlungen ins Ausland hat Deutschland nun ein weiteres wichtiges Ziel finanziert.

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Deutschland zahlt Millionen ins Ausland: Neue Kühlschränke fürs Klima

Von 2019 bis 2024 hat Deutschland 4,33 Millionen Euro an Entwicklungshilfe an Kolumbien gezahlt. Damit hat die Bundesrepublik sich für die Herstellung neuer, klimafreundlicher Kühlschränke in dem Land eingesetzt. Die Gelder flossen in das Projekt „Colombian NAMA for the domestic refrigeration sector“, an dem sich auch Dänemark finanziell beteiligte. Denn Klimaschutz gehe alle Länder etwas an, womit Deutschland etwas zur Erreichung internationaler Klimaziele beitragen wolle. Das Problem bei alten Kühlgeräten sei nämlich, dass diese oft Kältemittel enthielten, die tausendfach stärker als CO₂ zur Erderwärmung beitragen oder ozonschädigend wirken würden. Deshalb müsse sich Deutschland auch dafür einsetzen, dass andere Länder dem Klimaschutz genügend Bedeutung beimäßen.

Mit dem Geld würden jedoch nicht private Endverbraucher finanziert. Es gehe bei der Finanzierung um die Beratung und Schulung von Herstellern und Technikern. Diese sollten lernen, wie man effiziente und trotzdem klimaschonende Kühlschränke herstellt. Nur so könne man langfristig Erfolge erzielen, so die Bundesregierung.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)