Fürs Klima: Diese deutschen Städte schalten bald das Licht aus

Über dem Wasser ist eine große Brücke im Abendlicht zu sehen. Sie ist mit Lichtern beleuchtet, wie die ganze Stadt im Hintergrund, und dafür wird extrem viel Energie verbraucht.
Symbolbild © imago/Xinhua

Energie ist teuer geworden, und deshalb ergreifen die Bürger privat, aber auch manche Kommunen, selbstständig Maßnahmen. Fürs Klima und der Nachhaltigkeit wegen schalten erste Städte häufiger das Licht aus.

Auch wenn es manchmal sinnlos erscheint, Kleinigkeiten können bereits viel zum Klimaschutz beitragen. Deshalb schalten manche Städte bereits fürs Klima das Licht früher und häufiger aus.

Wenn auf der ganzen Welt Städte im Dunkeln liegen

Einmal im Jahr verändert sich für kurze Zeit das Bild vieler Städte. Bekannte Gebäude, Straßenzüge und Wohnungen werden plötzlich dunkel. Was zunächst wie eine Störung wirken könnte, ist in Wirklichkeit eine bewusst geplante Aktion. Die Idee dahinter ist simpel, aber wirkungsvoll: Menschen überall auf der Welt schalten für eine Stunde das Licht aus. Damit soll Aufmerksamkeit für Umwelt- und Klimaschutz geschaffen werden. Gerade weil die Aktion gleichzeitig in vielen Ländern stattfindet, entsteht ein starkes gemeinsames Signal und die Wirkung ist natürlich noch größer. Der Ursprung liegt in Australien. Im Jahr 2007 startete die Aktion erstmals in Sydney, als rund 2,2 Millionen Haushalte und zahlreiche Unternehmen ihre Beleuchtung ausschalteten.

Heute gilt sie als eine der größten globalen Klimaschutzaktionen. Interessant ist dabei auch ein weniger bekannter Effekt: Wenn große Städte ihre Beleuchtung reduzieren, wird der Nachthimmel deutlich sichtbarer. In vielen Metropolen sind Sterne wegen der starken Lichtverschmutzung sonst kaum zu erkennen. Genau dieses Phänomen wird während der Aktion oft erstmals wieder wahrgenommen.

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An diesem Tag herrscht Dunkelheit zur Earth Hour

Der zentrale Moment findet 2026 am 28. März um 20.30 Uhr Ortszeit statt. Dann beteiligen sich Menschen rund um den Globus an der sogenannten Earth Hour. Initiator ist der WWF, der mit der Aktion auf den Klimawandel und den Schutz natürlicher Lebensräume aufmerksam machen möchte. Mitmachen kann grundsätzlich jeder. Privatpersonen schalten zu dieser Zeit einfach ihre Beleuchtung aus. Wer möchte, kann sich vorher registrieren lassen. Dadurch erscheint die Teilnahme auf einer Weltkarte, auf der Städte und Organisationen ihre Unterstützung sichtbar machen.

Auch in Deutschland beteiligen sich jedes Jahr viele Kommunen. Große Städte wie Berlin, Hamburg, München, Köln oder Frankfurt dimmen symbolisch die Beleuchtung bekannter Bauwerke. Gleichzeitig nehmen hunderte kleinere Städte teil. 2025 waren bereits mehr als 500 deutsche Städte registriert. Wichtig ist: Die Aktion soll kein Wettbewerb um eingesparte Energie sein. Der tatsächliche Stromverbrauch in dieser Stunde spielt nur eine kleine Rolle. Entscheidend ist das sichtbare Zeichen. Eine Stunde Dunkelheit soll daran erinnern, wie wichtig gemeinsames Engagement für den Klimaschutz ist.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, WWF)