Gar nicht umweltfreundlich: Politiker fahren Spritschleudern

Gepanzerte Limousine auf der Straße. Das schwarze Auto hat auch ein Blaulicht. Es wird im Konvoi von anderen Autos verfolgt, wahrscheinlich um es zu schützen. Im Auto sitzt ein Prominenter.
Symbolbild

Sie predigen E-Mobilität und fordern dies von den Bürgern ein. Doch nun zeigt eine Auswertung, dass Politiker echte Spritschleudern fahren. Damit sind sie alles andere als umweltfreundlich unterwegs.

Die Umweltschützer fordern deshalb schon seit Jahren ein viel schnelleres Umdenken in den Ministerien. Die Ergebnisse der neuen Untersuchung zeigen jetzt ganz deutlich, wo die größten Probleme bei den aktuellen Dienstwagen liegen.

Zahlreiche Vorteile für E-Autos: Deutschland verfolgt ehrgeizige Pläne

Deutschland hat festgeschrieben, dass man zu bestimmten Zeiten bestimmte Umweltziele erreicht haben möchte. Eine große Rolle spielen dabei unter anderem die E‑Autos. Da sich bislang nicht jeder Bürger von einem E-Auto überzeugen lassen will, greift der Staat in die Geldkiste. Wer ein E-Auto kauft oder least, kann die Förderprämie in Anspruch nehmen, die zwar an bestimmte Bedingungen gekoppelt ist, jedoch insbesondere einkommensschwächere Haushalte zum Kauf eines E-Fahrzeugs verleiten soll. Zudem winken Steuerbefreiungen bis 2035, kostenlose Parkplätze und andere Vergünstigungen. Andererseits sorgen hohe Spritpreise dafür, dass man ohnehin keinen Verbrenner haben möchte.

Politiker fahren Spritschleudern: alles andere als ein Vorbild

Wenn die Politik so Werbung für E-Autos macht und den Bürgern mit Vorteilen winkt, sollte man annehmen, dass sie selbst ebenfalls sparsame E-Autos fahren. Die Deutsche Umwelthilfe hat einmal genauer hingeschaut und festgestellt, dass viele Politiker echte Spritschleudern fahren. Insbesondere größere Fahrzeuge sorgen für einen enormen Verbrauch und damit für einen größeren CO2-Abdruck. Die deutschen Politiker verfehlen in Bund und Ländern ihre Vorbildfunktion beim Klimaschutz deutlich. 160 von 249 untersuchten Dienstwagen überschreiten mit ihrem CO₂-Ausstoß den EU-Flottengrenzwert von rund 94 Gramm pro Kilometer.

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Die DUH kritisiert, dass zwei von drei Spitzenpolitikern weiterhin auf Modelle mit klimaschädlichen Verbrennungsmotoren setzen und der Anteil reiner Elektroautos im Fuhrpark sogar leicht gesunken ist. Demnach waren von 249 Fahrzeugen nur 94 rein elektrisch unterwegs. Dazu kommt, dass die Limousinen von Spitzenpolitikern wie Bundeskanzler Friedrich Merz oder dem Innen- und Verteidigungsminister nicht in die CO2-Wertung einfließen. Wegen ihrer schweren Panzerung benötigen sie extrem starke Motoren und verbrauchen ohnehin sehr viel Treibstoff. Die Deutsche Umwelthilfe kritisiert jedoch die fehlende Vorbildfunktion der Politiker. Ein weiterer Kritikpunkt bilden die Plug-in-Hybride. Die DUH spricht sich dafür aus, dass mehr auf reine Elektrofahrzeuge gesetzt wird.

(Quellen: Deutsche Umwelthilfe)