Gasheizung: Hunderte Euro Zuschuss für Millionen Bürger bereit

Ein älterer Mann mit einer Tasse Tee hockt vor einer Heizung, um sich an einem kalten Tag aufzuwärmen. Er fasst mit einer Hand an die Heizung. Der Mann hat graue Haare und trägt eine Brille.
Symbolbild © istockphoto/Jelena Stanojkovic

Der Wintereinbruch in Deutschland ist da und bringt eisige Temperaturen mit sich. Was viele dabei nicht wissen: Die Bundesregierung stellt für Gasheizungen ab sofort Hunderte Euro Zuschuss bereit. 

Gasheizungen sind in Deutschland verbreitet. Doch das Heizen im Winter kann das Portemonnaie belasten. Nun stellt die Regierung Hunderte Euro Zuschuss bereit.

Geldsegen: So teuer ist das Heizen in Deutschland

Die Heizkosten steigen in Deutschland kontinuierlich, besonders für Gas- und Ölheizungen, was zum Teil auf höhere CO₂-Abgaben und steigende Netzgebühren zurückzuführen ist. Laut aktuellen Prognosen könnten die jährlichen Kosten bis 2035 bis zu 3.800 Euro für Fernwärme und 3.500 Euro für Öl-Heizungen erreichen. Dagegen gelten Wärmepumpen und Holzpellets mit durchschnittlichen Kosten von etwa 1.500 bis 1.600 Euro pro Jahr als günstigere und klimafreundlichere Alternativen.

Vor allem ältere Heizsysteme verursachen höhere Kosten, was dazu führt, dass viele Haushalte überlegen, auf moderne und effizientere Systeme umzusteigen. Trotz der langfristigen Umstellung auf klimafreundlichere Energieformen bleibt Heizen in Deutschland für viele Haushalte eine finanzielle Herausforderung. Daher werden Heizkostenregelungen immer wieder angepasst. Zum Beispiel wurde die Heizkostenverordnung 2021 reformiert. Vermieter müssen seitdem Zähler einbauen, die fernablesbar sind, und ältere Geräte bis spätestens 2031 durch moderne Modelle ersetzen.

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Hunderte Euro Zuschuss: Heizen wird zum Luxus

Außerdem sind Vermieter verpflichtet, monatliche und jährliche Verbrauchsinformationen bereitzustellen, um Mietern mehr Transparenz und Möglichkeiten zur Energieeinsparung zu bieten. Wenn ein Vermieter diese Pflichten nicht einhält, können Mieter ihre Heizkostenabrechnung um bis zu 6 Prozent kürzen. Eine Steuerart erhöht übrigens die Heizkosten.

Nun gibt es gute Nachrichten: Die Regierung stellt einen Zuschuss bereit. In sechs westlichen Bundesländern Deutschlands wird das Erdgas bis 2030 von L-Gas mit geringerem Brennwert auf H-Gas mit höherem Brennwert umgestellt. Betroffene Haushalte werden vom Gasnetzbetreiber informiert, da Geräte wie Heizungen, Warmwasserbereiter und Gasherde angepasst oder ausgetauscht werden müssen. Für den Austausch oder die Neuanschaffung entsprechender Geräte können Bürger finanzielle Zuschüsse beantragen. Ziel der Umstellung ist es, eine sichere Energieversorgung mit effizienterem H-Gas zu gewährleisten.

(Quellen: Heizzuschüsse Deutschland, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)