
Die Asiatische Hornisse breitet sich in Dortmund und anderen Teilen Nordrhein-Westfalens immer weiter aus. Die invasive Art beschäftigt inzwischen nicht nur Imker und Naturschützer, sondern auch die Stadtverwaltung. Das Umweltamt ruft deshalb dazu auf, Sichtungen zu melden.
Die ursprünglich aus Südostasien stammende Hornisse gilt als große Bedrohung für Honigbienen und andere Bestäuberinsekten. Sie lauert häufig vor Bienenstöcken und fängt ihre Beute direkt im Flug. Experten befürchten deshalb negative Auswirkungen auf die heimische Artenvielfalt und die Imkerei.
Gefährliche Hornisse breitet sich in deutscher Großstadt aus
In Nordrhein-Westfalen hat sich die Hornisse in den vergangenen Jahren stark ausgebreitet. Laut dem Landesamt für Natur, Umwelt und Klima stieg die Zahl der gemeldeten Sichtungen von wenigen Einzelfällen vor einigen Jahren auf mehrere tausend Nachweise an. Besonders das Rheinland und das Ruhrgebiet gelten mittlerweile als Schwerpunkte der Ausbreitung.
Auch Dortmund bleibt davon nicht verschont. Bereits im Jahr 2024 wurden erste Nester im Stadtgebiet entdeckt und entfernt. Seitdem häufen sich die Meldungen. Das Umweltamt bittet deshalb darum, verdächtige Nester nicht selbst zu entfernen, sondern die Funde zu melden. Anschließend können Fachleute prüfen, ob es sich tatsächlich um die Asiatische Hornisse handelt.
Keine Einzelfälle mehr: Asiatische Hornissen stechen zu
Für die meisten Menschen besteht allerdings kein Grund zur Panik. Die Asiatische Hornisse gilt nach Angaben der Stadt Dortmund für Menschen grundsätzlich nicht als gefährlicher als heimische Hornissen. Problematisch können Stiche vor allem für Allergiker werden. Wer sich einem Nest nähert oder es stört, riskiert allerdings Abwehrreaktionen der Tiere. Deshalb raten Experten dazu, Abstand zu halten und keine eigenen Bekämpfungsversuche zu unternehmen.
Als Ursache für die rasante Ausbreitung nennen Fachleute unter anderem den Klimawandel. Mildere Winter und wärmere Sommer schaffen günstige Bedingungen für die Vermehrung der Art. Dadurch gelingt es den Hornissen zunehmend, neue Regionen zu besiedeln und stabile Populationen aufzubauen. Die Asiatische Hornisse ist längst kein Einzelfall mehr. Während Behörden und Imker versuchen, die Ausbreitung zu bremsen, kommt den Bürgern bei der Meldung von Sichtungen eine immer wichtigere Rolle zu.
(Quellen: LANUK NRW, Neobiota-Portal NRW, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














