
Da gefährliche Insekten einem Bundesland ordentlich zusetzen, zahlt dieses nun einen Bonus von bis zu 2.000 Euro. Dafür muss man jedoch bestimmte Bedingungen erfüllen. Der Schutz der heimischen Insekten steht dabei an erster Stelle.
Ein Bundesland gerät aufgrund von gefährlichen Insekten nun unter Druck und hat sich dabei etwas einfallen lassen: Es zahlt einen Bonus von bis zu 2.000 Euro. Diese Förderung soll die heimischen Insekten schützen.
Ein Bundesland unter Druck: Gefährliche Insekten auf dem Vormarsch
Auf den ersten Blick scheinen diese Insekten vollkommen harmlos. Und genau genommen sind sie uns Menschen gegenüber nicht aggressiver als die heimischen. Doch diese invasive Art hat sich innerhalb weniger Jahre in einem Bundesland so extrem ausgebreitet, dass sie die heimischen Populationen bedroht. Zudem fangen diese gefährlichen Insekten nützliche Tierchen direkt ab und dezimieren aktiv ihren Bestand. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die heimischen Arten, sondern auch auf das Ökosystem. Deshalb musste das am meisten betroffene Bundesland jetzt handeln und hat eine Förderung ins Leben gerufen.
Bis zu 2.000 Euro Bonus: Diese Maßnahmen sollen helfen
Begannen die Bestände der Asiatischen Hornisse mit einigen wenigen Exemplaren, hat die Population nicht nur deutlich überhandgenommen, sondern bedroht auch die heimischen Bienenvölker. Das Insekt legt sich direkt vor den Stöcken der Honigbienen auf die Lauer und fängt die Tiere im Flug ab. Die Jagd auf die nützlichen Bienenvölker führt dazu, dass immer weniger Bienen Blüten bestäuben.
Das Land Nordrhein-Westfalen ist besonders betroffen und hat daher eine Förderung ins Leben gerufen. Imker werden besonders geschult und erhalten beispielsweise 250 Euro Zuschuss für Schutzanzüge. Entfernen sie sogenannte Primärnester, beispielsweise unter Dächern oder an Schuppen, bekommen sie 150 Euro. Bei der Entfernung von Sekundärnestern, die sich in Baumkronen befinden, gibt es 300 Euro. Geschulte Bürger, die eine professionelle Entfernung mittels einer Absaugvorrichtung vornehmen, erhalten eine Prämie von bis zu 2.000 Euro. Die Ausrüstung, die Schulung sowie die Förderung von Entfernungen sollen die Ausbreitung der Asiatischen Hornissen eindämmen und die heimischen Honigbienen schützen. Auch Bürger können aktiv etwas tun. Indem sie jedes entdeckte Nest melden, tragen sie zum Schutz der Bienen und damit des Ökosystems bei.
(Quellen: Landesumweltamt NRW, NABU, Verbraucherzentrale, Umweltministerium NRW)














