
Ein Krankheitserreger breitet sich in Europa aus. Die Fälle steigen dramatisch. Auch in Deutschland wurden inzwischen einige Personen angesteckt. Dabei kann die Infektion leicht mit einer herkömmlichen Erkrankung verwechselt werden.
Hinter diesen scheinbar harmlosen Symptomen kann sich eine spezielle Infektion verbergen. Wie sich die Erkrankung bemerkbar macht und warum sie für Risikogruppen besonders tückisch sein kann.
Ein Krankheitserreger breitet sich aus ‒ die Symptome
Die Zahl der Infektionen mit diesem Erreger steigt in Europa weiter an. Inzwischen gibt es über 1.500 Fälle ‒ und nicht alle erkrankten Personen bekommen die Chance, den Keim zu überleben. Wer selbst betroffen ist, verwechselt die Krankheit vielleicht sogar mit einer gewöhnlichen Grippe. Gliederschmerzen, Fieber und Schüttelfrost sind keine Seltenheit. Allerdings treten manchmal auch Hautflecken auf. Obwohl die meisten Fälle komplett ohne Symptome verlaufen und abheilen, ist bei Risikogruppen Vorsicht geboten. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) erklärt, ist eine Altersgruppe besonders gefährdet.
Kritisch: Die Fälle steigen dramatisch an
Besonders tückisch: In der Medizin gibt es bislang keine zugelassene antivirale Behandlung, die infizierten Menschen hilft. Deshalb können Ärzte nur etwas gegen die Symptome verschreiben und Beschwerden lindern. Derzeit breitet sich der Krankheitserreger vor allem in Italien aus. Dort gibt es die meisten Fälle in Europa. Auch Griechenland ist besonders betroffen. Deutschland bleibt nicht verschont, denn hierzulande gibt es ebenfalls einige wenige Fälle. Ältere Menschen ab 60 Jahren sind stärker betroffen. Auch Personen mit Vorerkrankungen gehören zu den Risikopatienten. Die fehlende Behandlung erschwert eine positive Prognose bei schweren Verläufen.
Das West-Nil-Fieber ist auf ein Virus zurückzuführen, welches von infizierten Mücken der Gattung „Culex“ auf Menschen übertragen wird. Die Stechmücken stecken sich üblicherweise über das Blut von wildlebenden Vögeln an. Dabei ist eine Reise ins europäische Ausland nicht ausschlaggebend für die aktuelle Ausbreitung, wie das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) angibt. Die Übertragung des Erregers erfolgt demnach innerhalb der eigenen Landesgrenzen. Schon über 60 Menschen sind inzwischen an den Folgen der West-Nil-Infektion verstorben. Insektenschutzmittel können dabei helfen, Mücken fernzuhalten. An warmen Tagen sollte man zudem darauf achten, hautbedeckende Kleidung zu tragen, etwa ein langärmeliges Oberteil.
(Quellen: RKI, STIKO)














