
Das ist doch einfach unglaublich. Eine gefährliche Mückenart breitet sich aus und die Anzahl steigt plötzlich stark an. Diese Entwicklung gibt auf jeden Fall Anlass zu großer Sorge.
Viele Insekten profitieren von den milden Temperaturen
Das aktuelle Wetter zeigt sich ungewöhnlich mild und sorgt vielerorts bereits für frühlingshafte Bedingungen. Die Temperaturen liegen deutlich über den für diese Jahreszeit üblichen Werten. Neben Pflanzen und Bäumen werden auch zahlreiche Insekten aktiv. Mücken, Fliegen, Käfer und andere Arten profitieren von den milden Temperaturen und finden teilweise schon jetzt günstige Bedingungen für ihre Entwicklung. Besonders auffällig ist, dass viele Insekten deutlich früher unterwegs sind als normalerweise. Experten beobachten solche Veränderungen aufmerksam, da anhaltend warme Wetterlagen das Verhalten und die Verbreitung verschiedener Arten beeinflussen können. So breitet sich eine gefährliche Mückenart aus und die Anzahl steigt plötzlich stark an.
Günstige Bedingungen für die Ausbreitung und Vermehrung
Weltweit sind etwa 3.700 Stechmückenarten bekannt, rund 50 davon kommen in Deutschland vor. Neben heimischen Arten wie der Gemeinen Stechmücke und der Ringelmücke breiten sich zunehmend invasive Arten aus. Dazu gehört die Asiatische Tigermücke. In Frankfurt (Main) wurde sie 2026 bereits in sieben Stadtteilen nachgewiesen. Im Vorjahr gab es schon Nachweise in drei Stadtteilen. Der erste Fund stammt aus dem Jahr 2018. Die schwarz-weiß gestreifte Mücke kann Krankheitserreger wie Dengue-, Chikungunya- und Zikaviren übertragen. In Deutschland sind bisher keine entsprechenden Übertragungsfälle bekannt. Steigende Temperaturen schaffen jedoch günstigere Bedingungen für die Ausbreitung und Vermehrung der Tigermücke.
Die Bekämpfung konzentriert sich primär auf mögliche Brutstätten. Denn bereits kleinste Wasseransammlungen in Gießkannen, Blumentopfuntersetzern oder anderen Gefäßen reichen für die Entwicklung der Larven aus. Regelmäßiges Leeren und Erneuern von Wasser kann die Vermehrung deutlich erschweren. Das Frankfurter Gesundheitsamt informiert betroffene Bewohner und untersucht mögliche Brutplätze. Auch der Mückenatlas unterstützt die Forschung zur Verbreitung verschiedener Arten in Deutschland. Seit seinem Start im Jahr 2012 wurden zahlreiche Mücken eingesandt und wissenschaftlich bestimmt. Dadurch helfen die Daten dabei, Veränderungen der Mückenpopulationen frühzeitig zu erkennen. Außerdem bleibt für Reisende in Risikogebieten konsequenter Mückenschutz über einen Zeitraum von 2 Wochen nach der Rückkehr besonders wichtig.
(Quellen: ECDC)














