Gefährliche Tigermücke breitet sich aus – Krankheiten drohen

Die Großaufnahme einer Asiatischen Tigermücke. Sie sitzt auf der Haut eines Menschen und will offenbar zustechen. Die Mücke hat mehrere Beine und einen langen Hinterkörper.
Symbolbild © istockphoto/mammuth

Die gefährliche Tigermücke breitet sich immer weiter in Deutschland aus. Die Experten schlagen Alarm und raten den Menschen zur Vorsicht. Denn es können gefährliche Krankheiten drohen.

Die Asiatische Tigermücke breitet sich in Deutschland immer weiter aus. Was zunächst wie ein lästiger Sommergast wirkte, beschäftigt inzwischen auch Gesundheitsbehörden. Denn die kleine schwarz-weiß gestreifte Stechmücke gilt als potenzieller Überträger gefährlicher Krankheitserreger.

Gefährliche Tigermücke breitet sich immer weiter aus

Zu den möglichen Viren, die die Asiatische Tigermücke übertragen kann, zählen unter anderem Dengue-, Zika- und Chikungunya-Viren. Noch ist das Risiko einer Ansteckung in Deutschland gering. Doch Experten beobachten die Ausbreitung der gefährlichen Tigermücke mit wachsender Aufmerksamkeit. Ursprünglich stammt die Asiatische Tigermücke aus Südostasien. In den vergangenen Jahren hat sie sich jedoch in weiten Teilen Europas ausgebreitet und ist mittlerweile auch in Deutschland anzutreffen. Begünstigt wird diese Entwicklung vor allem durch den Klimawandel. Bereits 2007 hat man die invasive Mückenart hierzulande nachgewiesen, inzwischen existieren stabile Populationen in mehreren Regionen.

Anders als viele heimische Stechmücken ist die gefährliche Tigermücke vor allem tagsüber aktiv. Zudem benötigt sie nur kleinste Wasseransammlungen zur Vermehrung. Schon ein mit Regenwasser gefüllter Blumentopf-Untersetzer, ein Eimer oder eine Gießkanne reichen aus, damit die Tiere ihre Eier ablegen. Unter günstigen Bedingungen entwickeln sich dann innerhalb weniger Tage neue Mücken.

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Experten sprechen deutliche Warnung aus

Besonders aufmerksam verfolgen Experten die mögliche Übertragung von Krankheitserregern. Die gefährliche Tigermücke kann verschiedene Viren übertragen, darunter Dengue-, Zika- und Chikungunya-Viren. Dengue-Fieber äußert sich häufig durch hohes Fieber, starke Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Hautausschläge. In schweren Fällen kann es zu lebensbedrohlichen Blutungen kommen. Das Zika-Virus verläuft oft vergleichsweise mild, gilt jedoch insbesondere für Schwangere als gefährlich. Chikungunya-Fieber führt häufig zu starken Gelenkschmerzen, die teilweise über Monate anhalten können.

Damit eine Infektion hierzulande entstehen kann, müssen mehrere Voraussetzungen gleichzeitig erfüllt sein. Die Tigermücke muss nämlich zunächst eine infizierte Person stechen, die das Virus beispielsweise von einer Auslandsreise mitgebracht hat. Erst danach kann sie den Erreger auf andere Menschen übertragen. Dieses Szenario gilt derzeit noch als selten, könnte aber durch steigende Temperaturen künftig immer wahrscheinlicher werden.

(Quellen: ECDC, WHO Europa, Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg, Friedrich-Loeffler-Institut)