Gefährliches Hantavirus breitet sich aus: Urlauber sollen aufpassen

Ein Schild mit dem Zeichen und der Aufschrift für das Robert Koch Institut (kurz RKI). Das Schild hat einen altmodischen Rahmen aus Holz mit gusseisernen Beschlägen und hängt an einem gelben Haus.
Symbolbild © istockphoto/FooTToo

Derzeit warnen Gesundheitsexperten wieder verstärkt vor dem Hantavirus. Mit Beginn der warmen Jahreszeit steigt in vielen europäischen Regionen das Infektionsrisiko deutlich an. Auch Urlauber sollten deshalb vorsichtig sein, denn das Virus kann im schlimmsten Fall schwere Erkrankungen auslösen.

Übertragen wird das Hantavirus vorrangig durch infizierte Nagetiere, insbesondere Mäuse. Eine Infektion erfolgt bei Menschen meist nicht durch einen Biss, sondern über winzige Partikel in der Luft. Gefährlich wird es beispielsweise beim Reinigen von Gartenhäusern, Kellern, Schuppen oder Ferienunterkünften, in denen sich Mäuse aufgehalten haben.

Gefahr ernst nehmen: Anzeichen schnell erkennen – gefährliches Hantavirus breitet sich aus

Der Erreger kann über den getrockneten Urin, den Kot oder den Speichel der Tiere in die Atemwege gelangen. Besonders tückisch: Viele Menschen merken zunächst nicht, dass sie sich infiziert haben. Die ersten Symptome ähneln häufig einer starken Grippe. Typisch sind plötzliches hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie starke Müdigkeit. In schwereren Fällen kann das Virus jedoch auch Nierenprobleme oder gefährliche Komplikationen verursachen. Genau deshalb raten Ärzte und die Experten vom Robert‑Koch‑Institut dazu, Symptome nach Aufenthalten in Risikogebieten ernst zu nehmen.

Das Virus ist nicht nur in fernen Reiseländern, sondern auch in Mitteleuropa verbreitet. In Deutschland kommt es hauptsächlich im Süden und Südwesten zu Infektionen. Besonders Regionen mit vielen Wäldern gelten als Risikogebiete. Die Zahl der Infektionen schwankt dabei von Jahr zu Jahr stark und hängt davon ab, wie stark sich die Mäusepopulationen vermehren.

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Urlauber sollten in diesem Jahr besonders vorsichtig sein

Für Urlauber bedeutet das: Sie sollten in Ferienhäusern, auf Campingplätzen oder in wenig genutzten Gebäuden vorsichtig sein. Experten empfehlen, staubige Räume zunächst gründlich zu lüften und Oberflächen feucht statt trocken zu reinigen. So soll verhindert werden, dass möglicherweise belastete Partikel aufgewirbelt und eingeatmet werden. Auch Lebensmittel sollten nie offen gelagert werden, wenn Hinweise auf Mäuse vorhanden sind.

Eine spezielle Schutzimpfung gegen das Hantavirus gibt es bislang nicht. Umso wichtiger ist die Vorbeugung. Gerade Menschen, die viel Zeit in der Natur verbringen oder in ländlichen Regionen Urlaub machen, sollten aufmerksam sein. Die aktuellen Warnungen zeigen deutlich: Das Hantavirus bleibt auch in Europa ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko – insbesondere jetzt, wo wieder mehr Menschen reisen, campen oder Zeit in der Natur verbringen.

(Quellen: WHO, Gesundheitsbehörden, Virologen, dpa)