Gefährliches Virus breitet sich aus – „Aktuell nicht bekämpfbar“

Ein Mann im Schutzanzug läuft eine Treppe hoch. Er hat eine Sprühflasche in der Hand und desinfiziert die Stufen. Er hat außerdem eine Maske an. Ein gefährliches Virus breitet sich in Deutschland aus.
Symbolbild © istockphoto/dusanpetkovic

Halsschmerzen, Fieber und extreme Erschöpfung sorgen weltweit für Verunsicherung bei den Menschen: Ein gefährliches Virus breitet sich aus, ist kaum zu stoppen und stellt Mediziner vor große Herausforderungen.

Erst kratzt der Hals, dann folgt bleierne Müdigkeit – und plötzlich geht gar nichts mehr. Weltweit häufen sich diese Fälle. Ärzte schlagen Alarm.

Rätsel um mysteriöse Winter-Erkrankung

Halsschmerzen, extreme Erschöpfung, Fieber und das Gefühl, als würde der Körper komplett abschalten: Immer mehr Menschen berichten derzeit von denselben Beschwerden. Lange tappte man im Dunkeln. Nun haben Mediziner den Auslöser identifiziert – und der sorgt für große Unruhe.

Der Erreger ist kein Unbekannter, doch aktuell breitet er sich besonders schnell aus. Vor allem in den Wintermonaten findet er ideale Bedingungen: niedrige Temperaturen, volle Innenräume, Familienfeiern und engen Kontakt. Was viele unterschätzen: Dieses Virus ist äußerst widerstandsfähig. Herkömmliche Seife oder gängige Desinfektionsmittel reichen oft nicht aus, um es unschädlich zu machen. Dadurch kann es länger auf Oberflächen überleben, und die Ansteckungsgefahr steigt erheblich. Besonders tückisch: Es gibt derzeit keine gezielte Therapie. Wer sich infiziert, muss die Krankheit aussitzen. Ruhe, Flüssigkeit und Geduld sind die einzigen Mittel, die helfen.

Wenn der Körper streikt – für wen es gefährlich wird

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Erst im weiteren Verlauf der Untersuchungen wurde klar, womit es die Ärzte zu tun haben: mit einem Adenovirus. Zwar erholen sich die meisten Betroffenen nach wenigen Tagen vollständig, doch für bestimmte Gruppen kann die Infektion gefährlich werden. Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder Vorerkrankungen sollten besonders wachsam sein. Mediziner warnen vor anhaltenden Symptomen. Normalerweise klingen die Beschwerden nach etwa zwei Tagen ab. Halten sie länger als drei Tage an oder verschlimmern sich sogar, ist Vorsicht geboten. Ein besonderes Alarmsignal ist hohes Fieber: Steigt die Körpertemperatur auf vierzig Grad Celsius, sollte ärztliche Hilfe gesucht werden.

Nachgewiesen wird das Virus meist durch einen PCR-Test im Labor. Experten beobachten die Entwicklung mit Sorge, denn ein Anstieg der Grippefälle auf der Südhalbkugel könnte indirekt zur aktuellen Situation beigetragen haben. Weniger Grippeimpfungen bedeuten mehr Infektionen – und damit mehr geschwächte Körper, die für andere Viren anfällig sind. Die wichtigste Botschaft bleibt dennoch beruhigend: In den meisten Fällen heilt die Erkrankung von selbst aus.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Aussagen von Ärzten bei Jefferson Health und Holy Name Medical Center, medizinische Einschätzungen internationaler Fachärzte)