Gefährliches Virus breitet sich aus – mehr als 60 Menschen tot

Mehrere Menschen sind in weiße Schutzanzüge gekleidet und tragen Schutzmaske und Gummistiefel. Sie befinden sich auf einem Bauernhof, auf dem eine Seuche ausgebrochen ist. Sperrzonen werden eingerichtet.
Symbolbild © imago/Kyodo News

Ein gefährliches Virus breitet sich immer weiter aus. Die Experten schlagen Alarm und sprechen eine eindeutige Warnung aus. Bereits mehr als 60 Menschen sind mittlerweile tot.

In Europa breitet sich derzeit ein gefährliches Virus aus. Viele Menschen haben sich bereits infiziert, weshalb Experten nun Alarm schlagen.

Immer mehr Fälle werden bekannt

Mehr als 1.500 Menschen haben sich in diesem Jahr bereits mit dem West-Nil-Virus infiziert, ohne zuvor in ein anderes Land gereist zu sein. Besonders viele Fälle melden Italien, Griechenland und Spanien. Aber auch Deutschland registriert inzwischen erste Infektionen. Mehr als 60 Menschen starben zudem bereits im Zusammenhang mit dem Virus. Nach Angaben der Experten lag die Zahl der in Europa im eigenen Land erworbenen Infektionen am 23. September bei 1.569. Italien führt die Statistik mit 696 Fällen an. Doch auch Frankreich, Rumänien, Nordmazedonien und Serbien verzeichnen zahlreiche Infektionen. Damit sorgt das gefährliche Virus mittlerweile in mehreren europäischen Ländern für steigende Fallzahlen.

Auch die Zahl der Todesfälle fällt deutlich auf. Bis zum 3. September registrierten die europäischen Behörden bereits 61 Tote. Gleichzeitig übertreffen die bisherigen Infektionszahlen schon jetzt die Gesamtwerte aus mehreren vergangenen Jahren. Auch in Deutschland taucht das gefährliche Virus zunehmend auf. Bislang registrierten die Behörden vier Fälle. Zwei davon in Berlin sowie jeweils einen in Leipzig und im Rhein-Pfalz-Kreis. Im europäischen Vergleich bleibt die Zahl damit zwar gering. Experten gehen allerdings davon aus, dass sich das West-Nil-Virus in Teilen Ost- und Mitteldeutschlands bereits dauerhaft etabliert hat.

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Experten sprechen Warnung aus

Die meisten Menschen bemerken eine Infektion zum Glück gar nicht, denn rund 80 Prozent entwickeln keine Symptome. Etwa 20 Prozent erkranken dagegen an einem fieberhaften, grippeähnlichen West-Nil-Fieber. Nur ungefähr eine von 100 infizierten Personen entwickelt einen schweren Verlauf. In diesem Fall kann das gefährliche Virus unter anderem eine Hirnhautentzündung oder Gehirnentzündung auslösen. Besonders ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem tragen dabei ein höheres Risiko.

Eine weitere Besonderheit macht das gefährliche Virus zusätzlich problematisch. Für Menschen gibt es bislang keinen zugelassenen Impfstoff. Deshalb empfehlen Experten vor allem einen konsequenten Schutz vor Mückenstichen. Dazu gehören unter anderem lange Kleidung, Mückenschutzmittel, Fliegengitter und Moskitonetze. Auf diese Weise lässt sich das Risiko zumindest deutlich reduzieren.

(Quellen: ECDC, Robert Koch-Institut (RKI))