Gefahr: Asiatische Hornisse breitet sich rasant aus in Bundesland

Auf dem Bild ist eine besonders große Hornisse zu sehen, die auf einer menschlichen Hand liegt. Ihr Körper ist schwarz-gelb gestreift, der Kopf leuchtet orange und die transparenten Flügel schimmern in einem warmen Bernsteinton.
Symbolbild © istockphoto/Bruno Uehara

In einem Bundesland in Deutschland breitet sich die Asiatische Hornisse rasant aus. Und dies kann durchaus zu einem großen Problem werden. Experten stellen sich bereits auf weitere Konsequenzen ein.

Noch gibt es die Asiatische Hornisse nicht in ganz Deutschland, doch in einem Bundesland breitet sie sich besonders rasant aus. Mit der wachsenden Population nehmen auch die Probleme zu.

Sichtungen werden immer mehr: Asiatische Hornisse breitet sich in Deutschland aus

Experten vermuten, dass die Asiatische Hornisse bereits 2004 nach Südwestfrankreich gelangte. Durch den Warenverkehr aus China reisten die Insekten als blinde Passagiere in den Containerschiffen mit. Durch den Klimawandel konnte sich die Hornisse schnell in Europa ausbreiten und erreichte 2014 auch Deutschland. Inzwischen gibt es sie in mehreren Bundesländern.

In einem Bundesland gibt es jedoch die meisten Sichtungen. Da es sich bei der Asiatischen Hornisse um eine invasive Art handelt, forderten die Wissenschaftler die Bürger dazu auf, Sichtungen per Foto und Standort-Angabe zu melden. 2022 wurden im Bundesland gerade einmal neun Sichtungen verzeichnet. Im letzten Jahr verteilten sich diese über ein komplettes Bundesland auf 7.300 Exemplare. Für dieses Jahr gibt es bereits 120 bestätigte Beobachtungen.

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Asiatische Hornisse gesichtet: Das sollten Bürger jetzt tun

Obwohl die Asiatische Hornisse als invasive Art gilt, hat sie sich in Nordrhein-Westfalen inzwischen etabliert. Das bedeutet, dass die Behörden nicht mehr dazu verpflichtet sind, jedes gemeldete Nest zu entfernen. Trotzdem ist die Hornisse nicht weniger problematisch geworden. Im Gegenteil: Dadurch, dass die Entfernung eines Nestes nun vorwiegend in der Verantwortung des Grundstückseigentümers liegt und es maßgeblich davon abhängt, wie früh ein Nest entdeckt wird, rechnen Experten mit einer noch rascheren Ausbreitung.

Da die Insekten die heimischen Bienenvölker angreifen und direkt vor ihren Stöcken lauern, sehen Experten die Bienen in großer Gefahr. Die Hornisse fängt die Tiere nämlich direkt im Flug ab und kann so ganze Bienenvölker rasch dezimieren. Insbesondere Imker und Bienenzüchter sollten auf der Hut sein, heißt es, denn hier lauern die Asiatischen Hornissen besonders oft. Deshalb raten Experten dazu, das Insekt weiterhin zu melden.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, LANUK)