Gefahr ausgerufen: Tödlicher Virus breitet sich in Bundesland aus

Viren sind unter einem Mikroskop zu sehen – sie gehören zu einem gefährlichen Virus oder zu einer Seuche, die hochansteckend ist und sich schnell ausbreiten kann.
Symbolbild © istockphoto/koto_feja

In einem deutschen Bundesland wächst aktuell die Sorge vor einem Virus, das viele Mediziner als besonders tückisch einstufen. Die Krankheit ist zwar selten, verläuft beim Menschen jedoch häufig lebensbedrohlich.

Mehrere aktuelle Fälle und Todesfälle in Bayern sorgen aktuell für Aufmerksamkeit bei Gesundheitsbehörden und Virologen. Ein tödliches Virus ist auf dem Vormarsch.

Virus breitet sich in Bundesland aus – gleich mehrere Fälle sorgen für Aufsehen

Besonders beunruhigend: Viele Infektionen beginnen zunächst mit eher harmlos wirkenden Symptomen wie Fieber, Kopfschmerzen oder allgemeinem Unwohlsein. Erst später entwickelt sich häufig eine schwere Entzündung des Gehirns. Betroffene leiden dann unter Sprachstörungen, Verwirrtheit, Krampfanfällen oder neurologischen Ausfällen. In vielen bekannten Fällen endet die Erkrankung tödlich. Eine gezielte Therapie oder eine Impfung existiert bislang nicht.

Die Rede ist vom sogenannten Bornavirus, genauer vom Erreger BoDV-1. Aktuell registrieren Behörden in Bayern erneut mehrere Fälle. Unter anderem wurde im Landkreis Regen ein 79-jähriger Mann mit einer Bornavirus-Infektion intensivmedizinisch behandelt. Zudem gab es zuletzt weitere Todesfälle und Erkrankungen in Regionen wie Augsburg, Erding oder Tirschenreuth. Experten beobachten die Entwicklung deshalb mit wachsender Sorge.

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Robert Koch-Institut registriert die Fälle – Gesundheitsämter warnen

Als natürlicher Überträger gilt die Feldspitzmaus. Das kleine Tier trägt das Virus in sich, ohne selbst zu erkranken. Menschen infizieren sich vermutlich über Kontakt mit Ausscheidungen wie Urin, Speichel oder Kot der Tiere. Schon kontaminierter Staub in Schuppen, Kellern oder Garagen könnte nach Einschätzung von Experten eine Rolle spielen. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch gilt dagegen bislang als äußerst unwahrscheinlich.

Besonders betroffen sind nach bisherigen Erkenntnissen vor allem Regionen in Bayern und Teilen Ost- beziehungsweise Süddeutschlands. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts werden deutschlandweit zwar nur wenige Fälle pro Jahr registriert, der Großteil davon entfällt jedoch auf Bayern. Seit Einführung der Meldepflicht im Jahr 2020 beobachten Behörden die Entwicklung deutlich genauer. Gesundheitsämter raten inzwischen zu besonderer Vorsicht beim Umgang mit Spitzmäusen – egal ob lebend oder tot. Wer Tiere entdeckt oder verschmutzte Bereiche reinigen muss, sollte Handschuhe, Masken und Hygieneschutz verwenden. Vor allem in ländlichen Regionen wächst die Aufmerksamkeit rund um das Virus derzeit deutlich.

(Quellen: RKI, LGL, FLI, Landratsamt Regen, Landratsamt Erding)