
In Deutschland wird jedes Jahr eine hohe Zahl an Wohnungseinbrüchen registriert. Oft wählen Täter ihr Ziel bereits Wochen im Voraus aus und markieren das Objekt mit unauffälligen Zeichen – etwa an der Haustür.
Die Polizeiliche Kriminalstatistik zeigt, dass Einbrüche sowohl in Großstädten als auch in ländlichen Regionen vorkommen und Wohnhäuser wie auch Wohnungen betreffen. Besonders häufig sind Erdgeschosswohnungen und Einfamilienhäuser Ziel solcher Taten.
Einbrüche am Tag: Täter haben gezielt Beute im Blick
Die Einbrüche ereignen sich nicht nur nachts, sondern oft auch tagsüber, wenn Bewohner bei der Arbeit, im Urlaub oder beim Einkaufen sind. Bei Einbrüchen haben Täter meist klare Vorstellungen davon, was sie mitnehmen wollen. Im Fokus stehen vor allem leicht transportierbare Wertsachen wie Bargeld, Schmuck, Uhren oder hochwertige Elektronik. Laptops, Tablets und Smartphones sind besonders gefragt, da sie schnell weiterverkauft werden können. Große oder sperrige Gegenstände lassen Täter in der Regel zurück, da sie Zeit kosten und Aufmerksamkeit erregen. Seit Jahrhunderten nutzen Diebe Gaunerzinken, um Häuser zu markieren und einander Hinweise auf lohnende Ziele, abwesende Bewohner oder besondere Risiken zu geben. Früher haben sie bestimmte Zeichen neben der Haustür des bestimmten Objektes gemalt. Mittlerweile sind die Zeichen moderner geworden.
Einbruchgefahr: Zeichen an Haustüren beachten
Um einen günstigen Zeitpunkt für einen Einbruch zu finden, beobachten Täter meist das Objekt eine Zeit lang. Auch soziale Medien liefern in manchen Fällen Hinweise, etwa wenn Bewohner öffentlich Urlaubsreisen ankündigen. Klingeln an der Tür ist ebenfalls eine gängige Methode, um festzustellen, ob jemand anwesend ist. Reagiert niemand, werten Täter dies als mögliches Zeichen für Abwesenheit. In manchen Fällen geben sie sich auch als Handwerker oder Paketboten aus, um Informationen zu erhalten.
Ein besonders einfacher, aber weiterhin genutzter Trick ist der Einsatz eines kleinen Zettels oder Papiers an der Haustür. Dieser wird so angebracht, dass er beim Öffnen der Tür herunterfällt. Bleibt der Zettel über längere Zeit unberührt, schließen Täter daraus, dass niemand die Wohnung betreten oder verlassen hat. Außerdem nutzen Täter auch andere moderne Gaunerzinken, auf die Bewohner achten sollten. Dazu zählen unter anderem Zahnstocher in Rollläden oder in Papier gewickelte Steine, die vor Haustüren abgelegt werden. Die Polizei rät dazu, auf solche Zeichen zu achten und diese frühzeitig zu melden.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Polizei Essen, Bundeskriminalamt)














