Gefahr droht: Zombie-Tier-Krankheit könnte Menschen gefährden

Ein rot-weißer Absperrpfosten mitten im Wald auf einem Weg signalisiert, dass hier kein Durchgang möglich und der weitere Weg gesperrt ist. Auch viele Karlsruher Ausflugsziele sind gesperrt.
Symbolbild © imago/Design Pics

Diese Auswertung lässt aufhorchen: Ob durch diese beunruhigende, tödliche Zombie-Tier-Krankheit auch Gefahr für Menschen droht, wollten Forscher in einer Untersuchung herausfinden. Die Ergebnisse.

Bislang gibt es lediglich Vermutungen. Nun haben Forscher diese Krankheit genauer unter die Lupe genommen, um herauszufinden, ob auch Menschen gefährdet sein könnten.

Zombie-Tier-Krankheit: Ob Gefahr droht, haben Forscher untersucht

Sie wirken abwesend, taumeln orientierungslos durch den Wald. Manchmal läuft Speichel aus ihrem Mund: Hirsche, die an der sogenannten Chronischen Auszehrungskrankheit (CWD) leiden, erinnern in ihrem Endstadium fast ein wenig an Gestalten aus einem Horrorfilm. Während Fachleute die korrekte Bezeichnung für die Gehirnerkrankung nutzen, hat sich im alltäglichen Sprachgebrauch ein anderer Name etabliert ‒ „Zombie-Hirsch-Krankheit“.

Dass Menschen sich mit den Krankheitserregern infizieren können, war bislang weitestgehend ausgeschlossen. Neues aus der Forschung zu CWD wurde nun im Fachjournal „Science Advances“ veröffentlicht ‒ und die Ergebnisse lassen aufhorchen. Die Wissenschaftler wollten herausfinden, inwiefern ein sogenanntes „zoonotisches Potenzial“, also das Risiko einer Übertragung der Erreger auf Menschen, existiert. Die Tests wurden an Affen durchgeführt.

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Besorgniserregende Ergebnisse: Das fanden die Wissenschaftler heraus

Als Krankheitserreger sind sowohl Viren als auch Bakterien und Pilze bekannt, nicht jedoch bei der immer tödlich endenden Krankheit CWD. Betroffene Tiere tragen stattdessen fehlgefaltete Eiweiße in sich. Sie werden als Prionen bezeichnet. Sobald diese sich im Gehirn von Elchen und Hirschen ansammeln, kommt es üblicherweise zu Schädigungen. Auch bei Menschen ist eine solche Erkrankungsform bekannt, die durch die Rinderkrankheit BSE traurige Berühmtheit erlangte.

In der Studie stellten die Forscher fest, dass viele infizierte Affen zwar äußerlich keine typischen Symptome wie Abmagerung oder Änderungen im Verhalten zeigten. Allerdings wiesen die Gewebeproben kleine Mengen der riskanten Prionen auf. Das kranke Gewebe der Tiere wurde auch auf Mäuse übertragen, die daraufhin eine Prionenkrankheit entwickelten. Der aktuelle Forschungsstand lässt allerdings einige Fragen offen. Deshalb sind wesentlich mehr Untersuchungen notwendig, um ein Gefahrenpotenzial für Menschen eindeutig festmachen zu können.

(Quellen: Science Advances, Neurology Journals, Wild beim Wild, Der Standard)